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Hefe

Sucht

Ich las von einem Mann, der erblich bedingt, besser als andere, Zucker in Alkohol umwandelt. Entzugstherapien blieben deshalb unwirksam. Gibt es, wie bei Laktoseintoleranz, Enzyme die bei trockenen und nassen Süchten, die Giftstoffe, abbauen?
Frage Nummer 103373

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Antworten (11)
Amos
Daß Zucker im Körper in Alkohol umgebaut wird, lese ich zum ersten Mal. Quelle?
bh_roth
Ich hatte mal einen Arbeitskollegen, der kam häufiger in Schwierigkeiten bei Alc-Kontrollen, weil sein Atem Rückschlüsse auf zu sich genommenen Alkohol zuließ. Und das ist sowohl im Flugbetrieb (0,0) als auch bei der Teilnahme am Straßenverkehr problematisch.
Sobald er Fruchsäfte getrunken hatte (besonders Apfelsaft), wurde Alkoholkonsum angezeigt. Und er hat weder heimlich noch unter Zeugen Alc getrunken. Erst die Blutprobe (jedes Mal erforderlich) brachte ihm seine weiße Weste zurück.
Wie das medizinisch-biologisch zusammenhängt-- keine Ahnung.
Amos
Etwas Ähnliches habe ich auch schon mal gelesen, auch ein After shave kann Probleme machen.
hphersel
Amos: anerobe Glycolyse.
Amos
Lieber hp: ich bin auf dem Gebiet kein Experte. Aber wo entsteht bei der anaeroben Glykolyse Alkohol?
Musca
das würde mich auch interessieren. Eine Bekannte hat permanent schlechte Leberwerte, jeder Arzt fragt sie zuerst nach ihrem Alkoholkonsum, dieser ist jedoch denkbar gering, max. 1-2 Gläser Wein pro Woche. Trotzdem hat sie ab und zu ohne vorherigen Alkoholkonsum eine leichte Fahne, vorwiegend morgens.
Cordelier
Alkohol kann nicht durch "hoppala nun ist alkohl da!" entstehen. Das braucht es eine gewisse Gährungszeit. Die ist a) im Verdauungstrakt nicht gegeben und b) durch Abbau der gährungsspezifischen Komponenten während der Verdauung gar nicht möglich. Selbst wenn Hefe und Zucker unverdaut durch den Dünndarm gehen geben die Bakterien im Dickdarm denen den Rest.
Cordelier
Was dann oft in Flatulenz endet, für das übelriechende sind die Schwefelverbindungen verantwortlich, was aber nicht immer der Fall sein muß.
Gast
Im Spiegel gab es mal einen Bericht unter "ein rätselhafter Patient". Da wurde genau so ein Fall geschildert, dass ein Patient dauerhaft alkoholisiert war, obwohl er nachweislich nichts getrunken hat.
Keine Ahnung mehr, wie genau das ging, aber es gibt wohl selten solche Fälle, die tatsächlich medizinisch indiziert sind.
Cordelier
Celsete. siehe hier. ich bin auch überrascht, aber das sind wirklich nur verschwindent geringe Einzelfälle.
Hefe
@Amos:Der Alkoholgehalt hängt vom Zuckergehalt (oder beim Bier) von den Kohlehydraten ab.
Deshalb ist der Oechslegrad bei der Weinlese entscheiden:
Wahrscheinlich auch entsteht etwas Alhohol beim Backen oder in überreifen Früchten.
Frohes Fescht.