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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000086899 StechusKaktus

Warum denn keine Minderheitenregierung?

Habe eben den Weil bei Anne Will gesehen. Er konnte vor Kraft und Selbstüberschätzung kaum gehen. Extrem unsympathisch!

Für eine vernünftige Mehrheitsregierung sehe ich keine Chance mehr. Wenn parteipoltische Spielchen bei der Gesetzgebung unterblieben, wäre eine Minderheitenregierung doch eine gute Sache und würde das Parlament stärken. Wenn...
Antworten (14)
Zombijaeger
Es gibt keine minderheitsregierung, weil eine grosse koalition kommt.
elfigy
Wenn Dir der Weil unsympathisch ist, dann ist das halt so. Es geht aber um Inhalte und da hatte er recht. Die SPD muss sich nicht vor den C Parteien verstecken. Beide wurden vom Wähler gehörig abgewatscht. Weswegen sollte er nicht selbstbewußt auftreten?
Dennoch hat die Groko immer noch eine Mehrheit vom Wähler bekommen. Wenn die Menschen wirklich Veränderungen wollten, hätten sie Martin Schulz gewählt.
Eine Minderheitsregierung ist nicht stabil und die Menschen wollen Sicherheit und Stabilität. Vorstellen hätte ich mir schwarz/grün mit Duldung der SPD können.
Ich finde auch die Groko nicht gut, aber das kleinste mögliche Übel. Vielleicht verschwinden dann die Gelben endlich wieder im Nirwana wo sie hingehören. Und mit einem kleinen Teil rechtsradikaler Wähler und Abgeordneter wird eine stabile Demokratie auch fertig.
StechusKaktus
Keine wie auch immer geartete Regierung wird stabil sein. Woher will man überhaupt wissen, dass eine Minderheitenregierung weniger stabil ist als das Chaos einer grossen Koalition?
Beim Gedanken an die Fortsetzung der grossen Koalition mit MS und den ganzen gut gemeinten, aber kontraproduktiven Ideen ( Rückkehr in Vollzeit, Sozialer Wohnungsbau, Erhöhung Mindestlohn) kommt mir jetzt schon das Grauen.

Dann doch lieber jedes Gesetz mit alles demokratischen Kräften im Parlament abstimmen lassen. Dann werden die unsinnigen Projekte wenigstens offen diskutiert (im Gegensatz zu solchem Schwachsinn wie Rente mit63 und Mütterrente)
rayer
Was gibt es an der Rente mit 63, bzw. der Mütterrente zu beanstanden?
StechusKaktus
Es sind klassische Projekte die ein Staat durchführt, wenn er zu viel Geld hat. Der Segen trifft die falschen. Was nicht so schlimm wäre, würde das Geld vom Himmel fallen. Tut es aber nicht. Es wird erarbeitet von Menschen, denen immer weniger von ihrem Lohn bleibt.
rayer
Ich hab ja noch die Hoffnung, Du wirst eines Tages Rentenbezieher und kannst über Deinen Schwachsinn nachdenken. Ein reiches Land wie die BRD sollte schon genug Geld für Mütter mit Erziehungszeiten oder 63jährige mit 45 Beitragsjahren übrig haben. Es muss nicht alles im Dunkel des Staatssäckel oder bei den Aktionären verschwinden.
StechusKaktus
Alles gut. So hat halt jeder seine Prioritäten. Meine Mutter profitiert übrigens von der Mütterrente. Und glaube mir drei Dinge:
1. Sie merkt es kaum und braucht es nicht
2. Wie ihr geht es sehr vielen anderen
3. Dem Steuerzahler kostet es richtig viel Geld (6,7 Mrd . Euro/Jahr)

Und bei der Rente mit 63 ist eben NICHT der vielzitierte Dachdecker, den es trifft, sondern eher den Siemens-Oberingenieur, der sich eben lange den Hintern breitgesessen hat und nun neben einer üppigen Betriebsrente nun auch abschlagsfrei in die Rente darf.
Gratuliere!
rayer
Wenn Du mir dann bitte mal vorrechnest, wie der Siemens Ingenieur 45 Beitragsjahre im Alter von 63 zusammen hat, wär mir viel geholfen. Abitur mit 10 und Studienabschluss mit 15? Beim Dachdecker mit Hauptschulabschluss kann ich ja noch folgen.
StechusKaktus
Der "Oberingenieur" steht stellvertretend für diejenigen, die sich in Grosskonzernen von einer Ausbildung hochgearbeitet (aber üblicherweise nicht kaputtgearbeitet) haben.
Bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen: Wir sind hier nicht in einem wissenschaftlichen Kolloquium.
rayer
Da bin ich völlig anderer Meinung. Das starre Eintrittsalter mit 63, 65, 67 oder 70 ist für mich völlig an der Leistung der Einzelnen vorbei. Ein Student, der sich nach dem dritten Studiengang noch in Orientierung befindet und mit 38 mal ins Berufsleben einsteigt oder der Bäcker der mit 15 nach der Hauptschule mit Brötchen backen anfing, sind für mich 2 Paar Schuhe. Warum nicht 45 Beitragsjahre, und wenn die Entgeltpunkte reichen, dann geh in Rente ohne Abschläge?
StechusKaktus
Weil der Spass bezahlt werden muss. Beim Studenten regelt sich das doch von allein, denn dieser wird doch in der kurzen Zeit ohnehin keinen hohen Rentenanspruch mehr erwerben.
Im Übrigen geht die Diskussion am Kern vorbei, denn die Rente mit 63 gilt doch nur bis zum Jahrgang 1953! Danach schmilzt der Vorteil ab. Ab Jahrgang 1964 gibt es keinen Vorteil mehr aus der Regelung für niemanden. Die Rente mit 63 betrifft deswegen genau diejenigen, die noch keine prekären Arbeitsverhältnisse, Hartz IV oder Befristungen kannten.
rayer
Der Spaß muss bezahlt werden, bei 735 Milliarden Steuereinnahmen werden 6,4 Milliarden zu finden sein. Die Hälfte wäre zum Beispiel bei den Beamtenpensionen und Abgeordnetendiäten zu finden, die andere Hälfte aus meinen Zinsabschlagssteuern die auf meiner privaten Altersvorsorge lasten.
loyal
Eine Minderheitsregierung wird es nicht geben. Mutti will regieren und nicht alle Naselang den ganzen Bundestag betteln müssen, damit sie für jeden Scheiss eine Mehrheit bekommt. Außerdem müssten die Hinterbänkler auch mit denken. Ob das gewollt ist?
Das der Schulz am Wahlabend um 18:03 vollkommen ohne Not einer GroKo abgesagt hat, war doch volle Absicht und abgesprochen.
Macht euch Mal das geistige Bild: sofort GroKo, AFD grösste politische Opposition. Durch das Bündeln der Mitglieder der drei Parteien und einer größeren Opposition durch die alte Tante SPD wären da nur noch 92 von der AfD, die da im warmen Kaffee trinken könnten.
LukasW
Ein Glück setze ich mich damit nicht mehr auseinander. Das dauert alles so lange, dass ich mein Leben gar nicht mehr auf die Reihe kriegen würde, wenn ich mich damit befassen müsste. Traurig ist das alles, als gäbe es nichts Wichtiges.