HOME

Noch Fragen?

Frage Nummer 3000125973 Gast

Wie viele Männer und Frauen würde die deutsche Armee wieder kriegen wenn man 2019 die Wehrpflicht wieder einführt

Mich würde einfach mal interessieren, wie viele Männer und Frauen wir haben würden wenn die Wehrpflicht wieder eingeführt da wir ja im Moment in Deutschland 30 Millionen wehrtaugliche Bevölkerung haben deswegen würde es mich interessieren, wie viele jetzt von den 30 Millionen eingezogen werden
Antworten (33)
wokk
Wollen wir das wirklich?
Skorti
Die was? "Deutsche Armee"? Die hat einen Namen Bundeswehr. (Für Reichsbürger oder Altnazis meinetwegen auch Reichswehr.)

Die Bundeswehr "kriegt" auch keine Menschen, die zieht nach Alter und Tauglichkeit ein.

Wie du auch 30 Millionen kommst, keine Ahnung.
In Deutschland leben ca. 83.000.000 Menschen.
Das macht gerundet 1.000.000 pro Jahrgang.
Davon haben 90% die deutsche Staatsbürgerschaft macht 900.000 je Jahrgang.
Für deine 30.000.000 "wehrtaugliche" Bevölkerung scheinst du somit 33 Jahrgänge heranziehen zu wollen.
Also von 18 bis 51 Jahren. Ich bezweifle, dass die Bundeswehr an Leuten Interesse hat, die älter sind als 25.
Spätesten ab dem Alter von 28 ist eh Ende, da diese Leute noch der alten Wehrpflicht unterlegen haben.

Also mehr als 8 Millionen im wehrpflichtigen Alter bekommt man nicht zusammen. Davon würden reichlich Leute ausgemustert, da nicht mehr fit, verheiratet, etc.

Die verbleibende 1 Millionen will die Bundeswehr auch nicht.
rayer
Eine Bedingung für die internationale Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung ist jedoch die Reduzierung der Gesamttruppenstärke bis zum 31. Dezember 1994 auf 370.000 Mann – festgeschrieben im sogenannten „Zwei-plus-Vier-Vertrag“.
Copy&Paste
Skorti
Sollte man das nicht mal Trump sagen?

Wir würden ja gerne 2% unseres Bruttosozialproduktes für die Verteidigung ausgeben, aber Bush (Senior) habe uns das "verboten"?
ing793
2017 wurden ziemlich genau 600.000 Kinder mit deutscher Mutter geboren.
Dazu ca. 185.000 Kinder mit nicht-deutscher Mutter, die aber mit Geburtsort Deutschland problemlos die deutsche Staatsbügerschaft erwerben könnten.
Nehmen wir an, die Hälfte macht es, dann hätten wir grundsätzlich ein Potential von knapp unter 700.000 Personen pro Jahr.
Etwa 30% sind untauglich, etwa 10% werden schlicht "vergessen", vom Rest macht etwas weniger als die Hälfte Zivil- oder Ersatzdienst.

Es verbleiben etwa 240.000 Wehrpflichtige pro Jahr.
Das entspricht der Zahl der Soldaten, wenn die Wehrpflicht auch tatsächlich ein Jahr dauert. Ist sie länger oder kürzer, ändert sich die Zahl entsprechend.
Das beinhaltet jetzt Männlein wie Weiblein.

180.000 Soldaten hat die BW derzeit, in der Summe wären also etwa 420.000 Soldaten vorstellbar.
dschinn
Stellt sich mir die Frage, wer das bezahlt und wo man die alle unterbringt.
Nach "Kaserne 2000" kommt dann "Kaserne 2025" oder was?
Skorti
Ach die schiere Anzahl macht noch nichts.
Aber die brauchen auch Panzer, die fahren, Schiffe, die schwimmen, und Flugzeuge, die fliegen.

Da sehe ich mittlerweile schwarz. Selbst die Gewehre schießen ja nicht immer.

Richtig teuer wird dann der erneute Aufbau der Infra-Struktur. Kasernen wurden geschlossen und zusammengelegt. Ausbildungskompanien wurden aufgelöst. Stellen fürs Offizierskorps wurden gestrichen.
LKWs wurden verschrottet ...
ing793
Keine Bange, Jungs, Frage wie Antwort waren ein hypothetisches Gedankenspiel.

Wobei es für mich keinen großen Unterschied macht, ob man für 180.000 kein funktionierendes Material hat oder für 380.000 ...
Dante05
Pro Jahr hätte man zwischen 60.000 und 80.000 Wehrpflichtige eingezogen. Ich weiß wirklich nicht wie alle auf so absurde Zahlen kommen. Die Aussetzung dieser war einer der größten Fehler die unsere Regierung gemacht hat.
ing793
@Dante05: die Zahl 60-80K entspricht den letzten tatsächlichen Zahlen.
Sie ist absurd niedrig, das war auch einer der Gründe für die Aussetzung der Wehrpflicht.
Weil nur noch ein knappes Fünftel der Wehrpflichtigen tatsächlich zum Wehrdienst herangezogen wurde, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste das Verfassungsgericht wegen Verletzung der Gleichbehandlung angerufen (und Recht bekommen) hätte. Da hat man sie lieber ganz ausgesetzt.

Würde man sie wieder einführen, müsste man auf die Verhältnisse vor 2001 zurückkehren, da waren die Zahlen fast doppelt so hoch.
Und natürlich müsste man im Zuge der Gleichbehandlung dann auch Frauen heranziehen und schon ist man bei den Zahlen, die ich oben genannt habe.

Um es ganz eindeutig und für Dich auf den Punkt zu bringen:
- man hat entweder eine Wehrpflichtigen-Armee, dann sind das jedes Jahr etwa 200-250 Tausend Wehrpflichtige PLUS die Soldaten, die die eigentlichen Einsätze fahren, denn da dürfen Wehrpflichtige nicht hin versetzt werden
- oder man hat keine Wehrpflicht

Alles dazwischen ist Willkür gegenüber den Wehrdienstpflichtigen.
Dante05
Ich kenne die Problematik sehr gut. Nichts desto trotz. Wir haben viel zu wenig Soldaten und auch viel zu alte Ausrüstung. Gerade unser Land sollte die modernste und führungsstärkste Armee in Europa sein. Als gutes Vorbild dienen und nicht als Lachnummer weil wir uns nirgends beteiligen. Durch den Wehrdienst hat der Bund viele auf Zeitsoldaten rekrutiert. Jetzt gibt's zu wenig Nachwuchs.
Skorti
Und wenn man aufgrund der Zahlen 3 mal so viele Wehrpflichtige wie früher hat, kommen nicht nur die Zeit-/Berufssoldaten für die Auslandseinsätze dazu, sondern auch auf 10 Wehrpflichtige je geschätzte 3 - 4 Berufssoldaten für die Ausbildung, Verwaltung, Versorgung etc. Man braucht bei den Zahlen allein für die Bewältigung der Wehrpflichtigen ca. 100.000 Zeit-/Berufssoldaten zusätzlich.

Aber das sind alles Spinnereien. Wollte man die Wehrpflicht wieder einführen, bräuchte man wahrscheinlich einen Vorlauf von ca. 10 Jahren.
Dante05
Stimmt so nicht ganz. Personal technisch bräuchte man nur die fürs kreiswehrersatzamt. Wehrdienst war ja nur als Unterstützung gedacht. Die sind weggefallen und haben enorme Lücken gerissen.
Skorti
Nur Kreiswehrersatzamt?
Wir kamen eben auf geschätzte 240.000 Wehrpflichtige im Jahrgang und wir gehen erstmal von eine Dauer der Wehrpflicht von einem Jahr aus:
1. 240.000 Soldaten zusätzlich bedeutet auch zusätzliche Kasernen. Für die jetzigen 180.000 Soldaten hat die Bundeswehr 90 Kasernen (zw. 250 und mehreren 1000 Soldaten) also im Schnitt 2000 Soldaten je Kaserne.
(dabei bleiben wir einfach mal)
Wir benötigen also 120 zusätzliche Kasernen mit Standortverwaltung, Wäschereien, Kantinen, Werkstätten und allem was dazu gehört. Nehmen wir mal 100 pro Kaserne macht dann 12.000 zusätzliche Soldaten.
2. 240.000 Soldaten ergibt so ca. 1200 Kompanien mit je 10 Zügen, mit je 20 Soldaten, Man kann glaub ich je Zug mit 3 Zeitsoldaten rechnen (Verteilt auf Zug und Kompanie) macht je Kompanie mindestens 30 macht schon 36.000 zusätzliche Zeitsoldaten auf Kompanieebene.
3. Je ca. 3 Kompanien ergeben ein Bataillon.
Mach 400 Bataillone mit Bataillonsstab und -Verwaltung. Je Bataillonsstab (4 Stabsabteilungen mit mehreren Unterabteilungen = 12 - 15 Offiziere, 24 - 30 Unteroffiziere) sind gemittelt 40 Zeitsoldaten macht 16.000 zusätzliche Zeitsoldaten auf Bataillonsebene.
3. Nehmen wir mal 4 Bataillone auf eine Division mach dann 100 zusätzliche Divisionen, da kommen wir nochmal auf je Divisionsstab (4 Stabsabteilungen mit mehreren Unterabteilungen = 24 - 30 Offiziere, 50 - 80 Unteroffiziere) sind gemittelt 80 Zeitsoldaten macht 8.000 zusätzliche Zeitsoldaten auf.

So zieht sich das die Stufen hin.
Ich komme bei der groben Schätzung, bei der ich sicher nicht alle Möglichkeiten berücksichtigt habe auf: rund 70.000 zusätzliche Soldaten. Wobei die Verwaltung sicher noch viel mehr schluckt.
Dante05
1. Man kann nicht gleich Vollgas geben. Wenn es hoch kommt würde man mit 60.000-100.000 wehrdienstlern anfangen pro Jahr.
2. Divisionen hat die Luftwaffe z.b. gar keine mehr. Braucht sie auch nicht. Genauso die Marine nicht.
3. Reine Kampftruppen brauchen wir auch nicht also ist deine Rechnung für die Katz.
4. Eine Ausbildungskompanie hat übrigens 2003 3 Züge gehabt. Pro Zug 50 Rekruten.
Momentan sind es nur noch 2 Züge. Und weniger Soldaten.
ing793
@Dante - ich habe versucht, es Dir oben zu klären:
Es ist nicht, ich wiederhole: NICHT, zulässig, in einem Jahrgang von 600.000 Menschen 60.000 für einen Pflichtwehrdienst heranzuziehen. Nach welchen nachprüfbaren Kriterien willst Du eine Auswahl treffen?

Das BVG in Karlsruhe hatte damals schon Andeutungen in Richtung "Wehrgerechtigkeit" gemacht. Wenn 10-20% aus gesundheitlichen Gründen untauglich sind, dann kann man das verantworten, wenn aber 60 von den 80% nur aus Zufall nicht gezogen werden, dann geht das nicht.

Abgesehen davon hat sich die Doktrin der BW komplett verändert. Aus einer Bereitschafts-Bürgerarmee zur Verteidigung des deutschen Staatsgebietes gegen die Panzerarmee aus dem Osten ist eine Einsatzarmee geworden, die ich scharfen (auf neudeutsch "robusten") weltweiten Einsätzen nur von Profis betrieben werden kann.
Man mag inhaltlich dazu stehen, wie man will - aber in der heutigen BW wären Wehrdienstleistende bestenfalls völlig unnütz, würden im Zweifelsfall die richtigen Soldaten von ihrer Arbeit abhalten.
Skorti
1. Sind wir dann wieder bei der Frage der Wehrgerechtigkeit. Was ist denn mit den Tauglichen, die weder Zivildienst leisten noch eingezogen werden? Da können die Eingezogenen schon mal vor Gericht ziehen und die Entscheidung, sie und nicht einen anderen einzuziehen, anfechten.
2. Mag sein, aber zumindest die Luftwaffe hat auch früher kaum Wehrpflichtige gebraucht. Die Ausbildungszeiten sind einfach zu lang um Flugzeugtechniker, Lotsen oder gar Piloten aus dem Pool der Wehrpflichtigen zu ziehen.
3. Was sollen denn die Wehrpflichtigen machen, wenn sie keine Kampftruppen bilden sollen? Den ganzen Tag den Hof fegen?
4. Nach 3 Monaten Ausbildungskompanie geht's in die Stammeinheit. Da gelten dann die anderen Zahlen.
Dass die Ausbildungseinheiten zur Zeit nur 2 Züge und weniger Soldaten haben, liegt ja auch daran, dass es keine Wehrpflicht gibt. Da liegen die Anforderungen an die Anzahl viel niedriger. Es werden jetzt auch weniger Ausbildungskompanien bestehen als früher.
Aber das müsste sich alles wieder ändern, wenn wieder eingezogen würde.
Musca
eine provokante Gegenfrage: Wie wäre es , wenn das weltweite Militär für Aufforstung der Wälder eingesetzt wäre? Wenn Russen, Amis, Chinesen und Europa an einem Strang ziehen würden. England mal aussen vor gelassen, die müssen sich erst mal selbst finden, vermutlich im Jahr 3019.
Zebresel
Musca:
Was ist denn provokant an deiner sogenannten »Gegenfrage«?
Sie ist nur bescheuert.
Und die Engländer? Schon vergessen, dass sie euch Deutsche in zwei Weltkriegen besiegt haben?
Musca
Was an Aufforstung statt an Aufrüstung bescheuert sein soll, das muss man mir wirklich erklären.
Musca
Zebra, lass mal die Erwachsenen allein, und störe nicht.
Zebresel
Musca:
Um zu provozieren muss man Gehirn haben und nicht nur Sinnloses blubbern.
Dante05
Bei der Luftwaffe hat nicht alles mit dem Fliegerischen Dienst zu tun. Auch kommunikation, Objektschutz usw. Nicht jede Luftwaffen Kaserne hat nen airport. Die gwdler waren die niedrigsten dienstgrade, heut sind sie weggefallen und viele Aufgaben müssen jetzt richtige Fachkräfte mit erledigen zu ihrer normalen Arbeit.
Kronikus
Ich werde nächstes Jahr meinen Dienst antreten, also ich hätte damit kein Problem^^
Leonard
Lieber skorti ich komme auf 30.000.000 da bei Wikipedia steht das wir so viel wehrtaugliche Bevölkerung haben und deswegen würde es mich interessieren wie viele von den 30.000.000 eingezogen werden wenn die Wehrpflicht wieder eingeführt wird
Leonard
Lieber skorti ich komme auf 30.000.000 da es so bei Wikipedia steht deswegen würde es mich interessieren wie viele von den 30.000.000 eingezogen werden wenn man die Wehrpflicht wieder einführt
ing793
Die Antwort ist ganz oben schon gegeben worden - unter Missachtung der tatsächlichen Möglichkeiten der BW wären es etwa 240.000 Wehrpflichtige pro Jahr
Luke_1909
In der Bevölkerung herrscht viel Unwissenheit. Die Wehrpflicht ist nicht abgeschafft worden. Sie existiert weiterhin, ruht aber. Im Bedrohungs- oder tatsächlichen Kriegsfall müssen alle Männer ab dem 19. Lebensjahr zur Waffe greifen. So schreibt es das Geundgesetz vor. Frauen dürfen nicht zur Waffe greifen, sollen aber in der Rüstungsindustrie eingesetzt werden. Diese Wehrpflicht kann jeder Zeit von den uns Regierenden ausgerufen werden. Die Regierung bräuchte nur den Notstand ausrufen und es gteift die Notstandsverfassung, die wir den Westmächten verdanken, weil sie 1968 die GroKo gezwungen hatten, diese zu machen. Dabei ist die Wehrpflicht GG-widrig, da sie gegen die Grundrechte verstößt. Zu nennen ist hier z.B. die freie Wahl des Arbeitsplatzes.

In Friedenszeiten ist die Anwendung der Wehrpflicht also de facto und de jure überhaupt nicht möglich - aber es ist ja bekannt, dass unsere Regierungen sich gerne mal unter Mitarbeit des BVerfG über geltendes Recht hinweg setzen. Ich sage nur, Urteil zum G10-Gesetz, das die Grundrechte massiv einschränkt.
Matthew
@Luke
Wir sollten Dich dringend nach Karlsruhe schicken, damit Du dort den Verfassungsrichterm endlich mal ein wenig Nachhilfe geben kannst. Die müssen das schließlich auch mal lernen, wie das Grundgesetz zu lesen ist.

Spinner.
Luke_1909
@Matthew

Aus ihrem Kommentar kann man lediglich Beleidigungen und unqualifiziertes Pöbeln entnehmen. Rechtsgrundlage meiner Ausführungen ist insbesondere Grundgesetz Art. 12a Abs. 6. "Kann im Verteidigungsfall der Bedarf an Arbeitskräften für die in Abs. 3 Satz 2 genannten Bereiche auf freiwilliger Grundlage nicht gedeckt werden, so kann zur Sicherung dieses Bedarfs die Freiheit der Deutschen, die Ausübung eines Berufs oder den Arbeitsplatz aufzugeben, durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden."

GG Art. 12a Abs. 1 lautet: "Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband VERPFLICHTET werden."

GG Art. 12a Abs. 2 schränkt diese Verpflichtung ein, wenn jemand "aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert". Dann wird derjenige zum "Ersatzdienst" verpflichtet. Abs. 3 regelt, dass Personen, die nicht zu Dienst an der Waffe angetreten sind können dann zur "Verteidigung [...] des Schutzes der Zivilbevölkerung in Arbeitsverhältnisse verpflichtet werden".

Und da ich auch die Frauen erwähnt hätte: GG Art. 12a Abs. 4 regelt, dass "Frauen vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr bis zum vollendeten fünfundfünfzigsten Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu derartigen Dienstleistungen herangezogen werden", wenn "im Verteidigungsfall der Bedarf an zivilen Dienstleistungen im zivilen Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfreien militärischen Lazarettorganisation [nicht auf freiwilliger Grundlage gedeckt werden kann]". Frauen "dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden".

So, und zur Notstandsverfassung und den G10-Gesetzen rate ich Ihnen dringend das Buch "Überwachtes Deutschland" von Prof. Josef Foschepoth, einem Historiker von der Universität Freiburg, zu studieren. Während Sie nämlich damit beschäftigt sind, andere zu beleidigen, hat dieser Mann per Gerichtsverfahren den Zugriff auf geheime Archivunterlagen der Ministerien erhalten. Bis 2025 werden weitere zwei Millionen bisher klassifizierte Dokumente veröffentlicht. Vielleicht machen Sie sich mal etwas nützlich und beteiligen sich mal etwas an der Archivforschung?

Ich denke, sofern Sie an die Abschaffung der Wehrpflicht glauben, glauben Sie an Verschwörungstheorien. Die Wehrpflicht ist aber nicht abgeschafft. Man kann nur entsetzt auf diesen intellektuellen Abgrund blicken, wo man Leute wie Sie zu Gesicht bekommt.
Luke_1909
@Matthew

Ach ja, zum Thema Bundesverfassungsgericht:

Der voritzende Vizepräsident des Zweiten Senats des BVerfG, Walter Seuffert, hatte am 15. Dezember 1970 das Urteil über die Grundgesetzänderung sowie die Notstandsverfassung und die G10-Gesetzgebung verkündet. Alle Maßnahmen seien verfassungskonform. Doch unter sämtluchen Experten, Juristen, Historikern usw. herrschte Einigkeit, dass dieses Urteil ein Skandal ist. Der Zweite Senat bestand aus acht Richtern, drei Richter haben für eine verfassungswidrigkeit in allen Punkten gestimmt. Seuffert, der unter den fünf Richtern, die für verfassungskonform gestimmt hatten, war von 1949 bis zur Übernahme seines Amts als BVerfG-Richter 1967 SPD-Abgeordneter im Bundestag. Als Mitglieder Der GroKo hatte er die Verhandlungen mit den Drei Mächten zur Notstandsverfassung und den G10-Gesetzen direkt miterlebt. Er hatte Einsicht in alle geheimen Abkommen wie z.B. das Memorandum of Understanding oder das geheime Verwaltungsabkommen. Er wusste auch, dass die Verwaltungspraxis im Bereich der Brief-, Post- und Fernmeldeüberwachung verfassungswidrig war, wo es doch seine Partei in den Jahren zuvor war, die stets gefordert hatte, diese Rechte der Alliierten endlich abzuschaffen. Im Urteil leugnet er die Existenz der "allgemeinen Überwachung" und behauptet, alle Überwachungsmaßnahmen würden sich auf "individuelle Überwachung" zur Straftatsverfolgung begränzen. Dabei ging aus Erklärungen durch Notenaustausch (geheime, nun veröffentlicht) und anderen Verträgen stets hervor, dass die Überwachung auch zur Beschaffung von "strategischen Informationen" und damit über allgemeine Überwachung stattfindet. Genau diese allgemeine Überwachung ist im G10-Gesetz auf Aufforderung der drei Westmächte integriert. Auch der EuGH leugnete die Existenz dieser allgemeinen Überwachung, (bzw. erwähnte diese mit keinem Wort) nachdem es einen riesen Protest und Klagen gab. Somit wurden alliierte Interessen der Siegermächte zu Bundesrecht und seit dem Handeln alle deutschen Dienste und Strafverfolgungsbehörden für die Westmächte. So viel dazu, wie gesagt, Foschepoths Buch ist hierzu eine hervorragende Quelle.
Zebresel
Anstatt ein Buch zu lesen druckt Matthew lieber Gelb unter Schwarz, obwohl er nicht einmal weiß, wie das geht.
Auch sonst (wie gerade zuvor) schreibt er Unfug über Sachen, von denen er keine Ahnung hat.
f.rose
Ich habe Kriegsflashbacks in den Geschichtsunterricht