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Satire "Meine Oma ist ne' alte Umweltsau": WDR-Kinderlied macht viele Nutzer wütend

#Umweltsau: WDR-Kinderlied polarisiert im Netz – viele übersehen das Wichtigste


Ein Lied des WDR-Kinderchors über eine fiktive Oma als "Umweltsau" sorgt für teils bizarre Reaktionen im Netz.


In der Parodie des Kinderlieds "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" heißt es etwa ...


"Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind tausend Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau."


Unter dem Hashtag #Umweltsau ballen sich Lob, Kritik und zum Teil auch üble Hetze zu der eigentlich eher harmlosen Aktion.


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Auch Politiker wie CDU-Ministerpräsident Armin Laschet schalten sich in die Debatte ein.


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Viele können die Empörung nicht nachvollziehen.


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WDR-Intendant Buhrow entschuldigte sich gar in einer Sondersendung.


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Am Ende bringt es dieser Twitter-User auf den Punkt.
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Eine Parodie des Kinderlieds "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" sorgt in den sozialen Medien für Kritik. Der WDR hat das Video mittlerweile gelöscht und verweist darauf, dass es sich um Satire gehandelt habe.

Ein Lied des WDR Kinderchors sorgt derzeit für viele kritische Kommentare im Netz. Bei dem Song handelt es sich um eine Parodie eines bekannten Kinderlieds. In dem Lied, das der Sender mittlerweile gelöscht hat, singen die Kinder unter anderem: "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind tausend Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau." Die darauffolgenden Strophen handeln ebenfalls über vermeintlich umweltschädliches Verhalten: Die Oma fahre mit einem SUV beim Arzt vor, "überfährt dabei zwei Opis mit Rollator" und brate sich "jeden Tag ein Kotelett, weil Discounterfleisch so gut wie gar nix kostet."

Der Sender hatte den kurzen Clip als Comedy angekündigt und dazu geschrieben: "Sie können singen - und sie können frech." Viele Nutzer, darunter auch Politiker, stoßen sich an den Formulierungen im Lied. Unter dem Hashtag #Umweltsau machen sie ihrem Ärger Luft."Unsäglich! Es fehlt jeglicher Respekt älteren Menschen gegenüber", schreibt Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer (FDP) auf Twitter. Es sei eine "Sauerei", die Wiederaufbaugeneration zu attackieren. 

WDR-Logo
Ein satirisches Kinderlied des WDR löst im Netz eine Kontroverse aus
© Oliver Berg / DPA

Selbst von der Fridays for Future-Bewegung aus Thüringen heißt es: "SUVs sind ein Problem. Fliegen ist ein Problem. Kreuzfahrten sind ein Problem. Täglicher Fleischkonsum ist ein Problem. Meine Oma ist KEIN Problem und schon gar keine #Umweltsau!"

Dabei ähnelt das Video des WDR einem Tweet der Umweltschutzbewegung zu Weihnachten. Darin hieß es: "Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei." Später entschuldigten sich die Fridays for Future-Aktivisten für den Post.

Fridays for Future wegen Großeltern-Tweet im Shitstorm

Auf seiner Facebook-Seite reagierte der Sender auf die Vorwürfe. Bei dem Beitrag habe es sich um "Satire" gehandelt, die "sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst" habe. In der Mitteilung heißt es weiter: "Dies ist im besten Falle auch Sinn einer Satire, es handelt sich ja nicht um einen journalistischen Kommentar, sondern um die Zuspitzung eines Themas (hier: die zuweilen hysterische Klimadiskussion)."

Sender wehrt sich gegen den Vorwurf der Instrumentalisierung

Allerdings sei man von dem Vorwurf betroffen gewesen, dass die beteiligten Kinder möglicherweise "instrumentalisiert" worden seien. "Dies ist absolut nicht der Fall, trotzdem haben wir uns entschlossen, das Video zu löschen, da schon die Mutmaßung, WDR 2 hätte die Kinder des Chores instrumentalisiert, für die Redaktion unerträglich ist."

Update vom Sonntag: Der WDR brachte am Samstagabend eine Sondersendung zum Thema. Darin entschuldigte sich WDR-Intendant Tom Buhrow. Mehr dazu lesen Sie hier.

ikr

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