Ungewöhnliche Einsätze
Reh im Pool, Hund im Moor, Pony im Graben – Feuerwehr rettet mehrere Tiere

Hunderettung der Feuerwehr
Die Hündin wurde mehrere Stunden vermisst, ehe sie entdeckt und von der Feuerwehr befreit wurde
© Feuerwehr Stuttgart
Wenn du glaubst, es geht nichts mehr, rufe doch die Feuerwehr: Eine Hündin, ein Pony und ein Reh konnten dank der Retter aus ihren misslichen Lagen befreit werden.

Ein offenkundig verzweifeltes Bellen hat am Dienstag in einem Moor in Stuttgart eine Spaziergängerin auf den Plan gerufen – kurz darauf entdeckte sie eine völlig entkräftete Labrador-Hündin am Ufer eines Sees und wählte die 112.

Zehn Einsatzkräfte rückten mit zwei Fahrzeugen aus, um das Tier aus seiner Lage zu befreien – es steckte im matschigen Moor fest, konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien und befand sich laut Feuerwehr „in einer lebensbedrohlichen Lage“.

Hündin von der Feuerwehr gerettet

Die Retter schufen zunächst mit Steckleitern einen Zugang zu dem See. „Ein Feuerwehrangehöriger erkundete mit Gummistiefeln und Schutzanzug die Lage im Moorbereich“, heißt es in einer Mitteilung. In Neoprenanzügen und mit Leinen gesichert konnten zwei Feuerwehrleute zu dem Tier vordringen und es aus dem Morast befreien.

Mit Decken wurde die Hündin vor Auskühlung geschützt, bis die Halterin die elf Jahre alte „April“ wieder in Empfang nehmen konnte. „Von der Polizei wurde die Eigentümerin im Anschluss zusammen mit dem Tier von der Polizei aus dem Wald gefahren, um eigenständig eine Tierarztpraxis aufsuchen zu können.“

37 Einsatzkräfte retten vereint ein Pony

Anderes Tier und anderer Ort, aber ähnliche Gefahr und ebenfalls ein Happy End: Die Feuerwehr im Landkreis Oldenburg (Niedersachsen) informiert am Dienstag, dass sie sich mit 37 Einsatzkräften um ein verunglücktes Pony gekümmert hat. Das Tier war in einen Graben gerutscht und hing dort fest. „Erste Rettungsversuche unternahm die Besitzerin gemeinsam mit einem Landwirt, jedoch ohne Erfolg“, teilte die Feuerwehr mit. Mit Schlingen wurde das Pony auf eine Kunststoffplattform gezogen. „Mit vereinten Kräften gelang es den Feuerwehrleuten anschließend, das Pony samt Plattform aus dem Graben zu ziehen.“ 

Ein Tierarzt überwachte die Rettungsaktion und den Gesundheitszustand des Ponys. Auch hier nahm der Einsatz ein glückliches Ende: Zwar war das Tier unterkühlt und geschwächt, es konnte aber letztlich von seiner Besitzerin wieder in Obhut genommen werden.

Einen ungewöhnlichen Einsatz für Polizei und Feuerwehr gab es auch in Bonn: Ein Reh ist in der Nacht auf Mittwoch aus einem Pool gerettet worden. Das Tier sei gegen Mitternacht im Stadtteil Limperich ins Wasser gefallen und drohte zu ertrinken, teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr habe das entkräftete Reh aus dem Pool gezogen. Es blieb den Angaben zufolge unverletzt.

Quellen: Feuerwehr Stuttgart, Kreisfeuerwehr Oldenburg, Nachrichtenagentur DPA

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