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Stau Lauge tritt aus Lastwagen aus: A99 bei München nach Unfall für viele Stunden gesperrt

Unfall und Stau auf der A99
Auf der A99 kam es bei München am Freitag zu einem schweren Unfall
© Peter Kneffel / DPA
Auf der Autobahn 99 ereignete sich am Freitag auf Höhe der Anschlussstelle Kirchheim ein schwerer Unfall – zum Start der Ferien in Bayern kam es zu langen Staus.

Der Ferienstart in Bayern begann am Freitag mit einem Mega-Stau auf der A99: Zwei Lastwagen kollidierten, einer der beiden Lkw transportierte Gefahrgut. Die Autobahn 99 wurde nach diesem Unfall in Fahrtrichtung Salzburg komplett gesperrt.

Besonders kompliziert wurden die Arbeiten, weil Lauge aus dem involvierten Lkw austrat. Nach Angaben des "Münchner Merkur" handelte es sich um Natriumhydroxid. Details zum genauen Unfallhergang waren am Vormittag noch nicht bekannt. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht aufgrund der ausgetretenen Lauge nicht.

A99: Mega-Stau nach einem Unfall am Freitag

Die Polizei teilte auf Twitter mit: "Gefahrgutunfall auf der #99 in Fahrtrichtung Salzburg auf Höhe der #ASKirchheim. Keine Verletzten, aber es tritt Lauge aus, die Bergung gestaltet sich schwierig und dauert. Bereich weiträumig umfahren!" Einige Zeit später ergänzte die Polizei, dass die Sperrung noch viele Stunden andauern wird.

Ein ABC-Zug der lokalen Feuerwehr war vor Ort im Einsatz, auch, um die ausgelaufene Lauge in Ersatzbehälter zu pumpen. Auch auf der Gegenfahrbahn kam es zu Staus – der "Münchner Merkur" berichtet von Gaffern. Die Polizei bat darum, die A99 komplett zu meiden und alternative Routen zu wählen. Entsprechend überfüllt war daher die A96, die von Augsburg kommend die Alternativroute in Richtung Salzburg ist.

Im Süden Deutschlands wird an diesem Wochenende mit besonders viel Verkehr gerechnet, denn in Bayern und auch in Baden-Württemberg haben in dieser Woche die Sommerferien begonnen. Zehntausende Menschen fahren deshalb in den Urlaub – zum Beispiel nach Österreich, Italien oder Kroatien. Der ADAC geht von dem "staureichsten Wochenende" des Jahres aus, aber nicht von chaotischen Verhältnissen. In einer Pressemitteilung schreibt der Automobilverband: "Ein Chaos wird wohl wegen der coronabedingten Zurückhaltung vieler Deutsche bei Urlaubsreisen ausbleiben. Setzt sich allerdings der Trend zu Kurzurlauben und vor allem Tagesausflügen weiter fort, müssen sich Autofahrer auf deutlich längere An- und Abreisezeiten auf den Zufahrtsstraßen der Seen, der Wandergebiete der Alpen und der Mittelgebirge gefasst machen."

Quellen: Twitter, "Münchner Merkur", BR, ADAC

sw

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