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Australien: 19-Jähriger stirbt nach Hai-Attacke

Hai-Angriffe mit tödlichem Ausgang sind überaus selten. Dennoch gab es an der australischen Ostküste einen tragischen Zwischenfall. Um was für einen Hai es sich gehandelt hat, sollen Experten prüfen.

An der australischen Ostküste ist ein 19-Jähriger nach einer Hai-Attacke gestorben. Der 19-Jährige surfte am Samstag mit drei Freunden an der Ostküste nahe Coffs Harbour als er etwa 100 Meter vom Ufer entfernt angegriffen wurde.

Die Freunde des Jungen eilten zur Hilfe und rangen kurz mit dem Tier, bevor es von dem Opfer ablies, sagte eine Polizeisprecherin laut einem Bericht des "Sydney Morning Herald". "Dann ließ der Hai los, und die Freunde schafften es, ihn an den Strand zu bringen", sagte die Sprecherin. Berichten zufolge riss der Hai dem Opfer beide Beine ab. Die drei Freunde leisteten sofort Erste Hilfe. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten später jedoch nur noch den Tod des 19-Jährigen feststellen.

Kaum Zwischenfälle in dieser Gegend

Nach dem Vorfall kündigte der Leiter der Strandwache, Greg Hackfath, laut Medienberichten an, alle Strände im Umkreis von zehn Kilometern würden für 24 Stunden gesperrt. Während die Strände gesperrt sind, soll ein Team aus Meeresbiologen die Gegend untersuchen und, wenn möglich, herausfinden, um was für einen Hai es sich bei dem Angriff gehandelt hat.

Hackfath sagte, in der Gegend um Coffs Harbour könne man sich nur an wenige Haiattacken erinnern. "Wir sehen Haie, aber wir gehen davon aus, dass man sich keine Sorgen machen muss, weil sie gut genährt sind. Man sieht immer mal wieder einen, aber sie jagen dann Fischen hinterher. Ich kann an einer Hand abzählen, wie viele Zwischenfälle wir mit Haien in den letzten 20 Jahren hatten." Coffs Harbour befindet sich im Bundesstaat New South Wales und liegt etwa 500 Kilometer nördlich von Sydney. Es ist der erste Todesfall nach einem Hai-Angriff in New South Wales seit fünf Jahren.

Politik nimmt Thema in Westaustralien auf

Allerdings gab es erst am 23. November einen ähnlichen Vorfall an der australischen Westküste bei Gracetown, etwa 270 Kilometer südlich von Perth. Einem 35-jährigen Surfer hatte vermutlich ein Weißer Hai den Arm abgebissen. Der Mann starb an seinen Verletzungen. Wenige Wochen zuvor war ebenfalls in Westaustralien, bei Esperance, ein Taucher von einem Weißen Hai angegriffen worden. Er überlebte nach einer zehnstündigen Operation.

Schon zu Beginn der Woche hatte die konservative Regierung in Westaustralien Überlegungen geäußert, gezielt Jagd auf Weiße Haie zu machen, falls dies notwendig sei, um Badegäste zu schützen. Landesvater Colin Barnett sagte: "Die Bevölkerung möchte, dass Haie dort bekämpft werden, wo Menschen schwimmen oder surfen. Ich stimme dem zu." Gleichzeitig gab Barnett aber zu verstehen, dass öffentliche Strände sich seien, da sie von Rettungsschwimmern patrouliert und durch Hubschrauber überwacht werden. Allein die Ankündigung einer möglichen Jagd auf Weiße Haie hat schon eine Petition gegen diese Pläne ausgelöst.

ono/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?