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"Jegliche Feinde auslöschen": Nordkorea droht mit neuer Rakete "von Weltrang"

Kim Jong Un demonstriert wieder einmal Stärke: Nordkorea habe eine neu entwickelte Rakete getestet, melden Staatsmedien. Mit der Waffe könne der Staat "jegliche Feinde auslöschen".

Nordkoreas Muskelspiele gehen weiter: Nach mehreren Raketentests in diesem Jahr hat das kommunistische Regime nach eigenen Angaben nun erneut eine Unterwasser-Rakete getestet. Es handele sich um eine neu entwickelte "strategische Waffe von Weltrang", die dem neuesten Stand der Militärtechnologie entspreche, meldet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Mit der neu entwickelten Rakete könne die nordkoreanische Armee "jegliche feindlichen Kräfte auslöschen, die die Souveränität und Würde des Staates bedrohen."

Machthaber Kim Jong Un habe persönlich den Abschluss zur Rakete erteilt und beobachtet, wie das Geschoss aus dem Meer aufgetaucht und in die Luft gestiegen sei.

Der Test habe gezeigt, dass die "militärischen, wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen" für den Start einer Rakete von einem U-Boot "vollständig erfüllt" worden seien.

Verstoß gegen UN-Resolutionen

Das kommunistische Regime in Pjöngjang feuert immer wieder Raketen mit unterschiedlicher Reichweite zu Testzwecken ab, um Stärke zu demonstrieren. In diesem Jahr wurden bereits mehrfach Raketen getestet. Diese wurden immer von Land abgefeuert. Das isolierte Land verstößt damit gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats.

Pjöngjang hatte in den vergangenen Jahren außerdem drei Atomtests vorgenommen, den bislang letzten im Februar 2013. Nach Ansicht der südkoreanischen Regierung verfügt Nordkorea inzwischen über die Technologie, um zumindest einen kleinen Atomsprengkopf zur Bestückung einer Rakete zu bauen.

las/AFP/DPA / DPA