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Baby im Abflussrohr: Retter bergen Neugeborenes aus Kanalisation

In Spanien wurde ein Neugeborenes zwei Tage nach der Geburt aus der Kanalisation befreit. Die Mutter hatte den kleinen Jungen heruntergespült. Sie redete sich mit einem verstörenden Grund heraus.

In der spanischen Küstenstadt Alicante ist ein Neugeborenes aus der Kanalisation gerettet worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde das Baby gefunden, nachdem ein Nachbar wegen "Katzengejaules" die Feuerwehr alarmiert hatte. Der kleine Junge hatte offenbar etwa zwei Tage in einem Gemisch aus Plastiktüten und Abwasser überlebt. Er trug einige Verletzungen davon, sein Leben sei aber nicht in Gefahr, sagte ein Polizeisprecher.

Nach der Rettung des 2100 Gramm schweren Babys nahm die Polizei die 26-jährige Mutter fest, die sich wegen Mordversuchs vor Gericht verantworten soll. Die Frau sei geständig, den Jungen in die Abflussrohre gespült zu haben, hieß es. Sie habe ihr Baby nicht behalten wollen und "kein Geld für eine Abtreibung" gehabt. Die Frau hatte sich am Freitag in Alicante im Krankenhaus gemeldet und dort gesagt, sie habe zu Hause abgetrieben.

Baby auf Schultoilette geboren und liegengelassen

Auch im nordfranzösischen Valenciennes wurde ein Neugeborenes von seiner Mutter auf einer Toilette liegengelassen. Bei einer Feier in einer Grundschule hatte sie das Kind auf der Toilette heimlich zur Welt gebracht. Der kleine Junge wurde lebend, aber unterkühlt in der Toilettenschüssel gefunden, wie die Polizei mitteilte.

Ein städtischer Angestellter fand das unterkühlte Baby, eine bei der Feier anwesende Krankenschwester leistete Erste Hilfe, bis die Sanitäter kamen. Das Baby wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo es am Montag nicht mehr in Lebensgefahr schwebte. Der Junge trägt inzwischen den Namen Alban, weil er am Gedenktag des gleichnamigen Heiligen geboren wurde.

Vor kurzem hatte der Fall einer chinesischen Mutter für Aufsehen gesorgt. Sie hatte ihr neugeborenes Kind in der Toilette heruntergespült. Auch dieses Kind konnte lebend gerettet werden.

tkr/swd/AFP / AFP
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