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Berliner Tiergarten: Der Herr der Tiere

Seekühe findet er zum Verlieben, Elefanten von allen Viechern am schlauesten. Sein Favorit ist das Nashorn und Eisbär Knut sein Blockbuster. Der eigenwillige Bernhard Blaszkiewitz leitet die beiden Berliner Tiergärten, die zu den bestbesuchten der Welt gehören.

Von Claus Lutterbeck

Frühmorgens ist im Zoo der Bär los. Lange bevor die ersten Besucher kommen, tapst der kurzsichtige Knut über die leeren Wege, immer hinter seinem Pfleger her, bis zu einer verschmierten Scheibe. "Isser-nich-süüß", würden die Berliner sagen, sähen sie ihn da sitzen, brav wie ein Steifftier. Doch seine Eltern Tosca und Lars, die auf der anderen Seite der Glaswand lauern, nehmen den Kleinen anders wahr. Sie werfen ihre 500 Kilo gegen die Panzerscheibe, dass es kracht. Für sie hockt da nicht "Knut, der neue Klinsi" ("BZ"), sondern ein weißes Häppchen, das sie gern verputzen würden.

"Die Natur ist nicht so romantisch, wie die Leute immer glauben", sagt der Zoodirektor und schiebt sich mit zwei Stäbchen geschickt eine Portion Schweinebauch mit schwarzer Aalsauce in den Mund, eine chinesische Delikatesse, die er für sein Leben gern isst. "Tiere ticken nicht wie Menschen, und schon gar nicht", der Zoodirektor lächelt maliziös, "wie Journalisten." Wir sitzen beim Chinesen in der Kantstraße, es gibt viel klein geschnetzeltes Getier in scharfen Saucen. Zu Sentimentalitäten neigt Dr. Bernhard Blaszkiewitz, 52, nicht.

Unter großen Viechern

Im Winter, sagt er, sei der Zirkus vorbei, dann "wiegt Knut hundert Kilo und fällt jeden an, der zu ihm reingeht". Wir bestellen Schweinerippchen in Bohnenpaste und Dim-Sum-Hackepeter- Bällchen, sie verschwinden mit unglaublicher Geschwindigkeit im fröhlichen Zoodirektor, "ick esse für mein Leben gern", sagt er, "Gott liebt auch die Dicken und Vielfraße, sonst hätte er sie nicht jeschaffen". Als er noch im Zoo volontierte, habe man ihn als Pfleger für die "großen Viecher" eingeteilt, mit der Begründung, "da fällt der Blaszkiewitz nicht so auf ".

In der Schule bekam er Notenabzug, weil er so berlinerte, aber das scherte ihn genauso wenig wie "all die Verrückten, die uns jetzt erklären, was man mit einem Eisbären zu tun hat". Er tut sich auch nicht "all den Schwachsinn" an, der dauernd über Tiere in den Zeitungen steht, "da les ich lieber das Bistumsblatt für Berlin-Brandenburg". Blaszkiewitz ist gläubiger Katholik, und er provoziert gern: "In unserer Gesellschaft ist es ja üblich, sich diplomatisch zu äußern. Das mag ich nicht. Ich sage gern, was ich denke."

"Vegetarier sind selber schuld"

Der Zeitgeist ist ihm "schnuppe", er hatte auch "nie lange Haare" und war "nie links oder liberal". Als ein Reporter vom "Tagesspiegel" ihn neulich fragte, warum es im Zoorestaurant kein vegetarisches Gericht gebe, bollerte er los: "Wer Vegetarier ist, ist selber schuld. Dafür habe ich wenig Verständnis. Wer ohne tierisches Eiweiß auskommt, tut seinem Körper nichts Gutes. Ich bedaure auch die Leute, die morgens Vogelfutter fressen. Wenn das der liebe Gott gewollt hätte, hätten wir einen Schnabel."

Der Urberliner mit den polnischen Vorfahren wirkt wie aus einer anderen Zeit, er hat keinen Führerschein, liest dicke Bücher, geht sonntags in die Kirche, besitzt keinen Computer, sondern schreibt auf einer alten Schreibmaschine. Das Wort DDR hat er nie ausgesprochen, "für mich war det immer die Ostzone". Verheiratet ist der Junggeselle mit dem Zoo, da kennt er jedes Tier, er mag sie alle, besonders die "abseitigen". Seekühe seien "zum Verlieben".

"Delfine sind überschätzt"

Nicht Affen hält er für die intelligentesten Lebewesen nach dem Menschen, sondern Elefanten. Und Delfine seien überschätzt, die können "auch nicht mehr als jeder Foxterrier". Sein Lieblingstier ist nicht ganz zufällig das Nashorn, es hat eine dicke Haut, ist trotzdem sensibel und wild auf Schokolade. Das Täfelchen, das er sich immer mitbrachte, als er noch studentische Hilfskraft war, haben meist sie gefressen. Auch Gorillas, "die ja draußen nur Gemüse kennen, machen für Zartbitter alles".

Der eigenwillige Blaszkiewitz stammt aus Berlin-Schöneberg, sein Vater war Speditionskaufmann, zu Hause gab es nur kleine Tiere: eine Schildkröte, ein paar Prachtfinken und einen Wellensittich, der ihm mal aufs Schönschreibheft geschissen hat. "Als ich das meinem Lehrer weismachen wollte, bekam ich eine Fünf." Aber das war ihm sowieso egal, denn er wusste damals schon, dass er Zoodirektor werden wollte. Heute ist er Herr über 22.770 Tiere, die in den beiden Berliner Zoos leben. Der im Westen liegende ist der artenreichste der Welt (14.047 Tiere in 1449 Formen), der Tierpark Friedrichsfelde im Osten einer der schönsten und größten. Beide gehören weltweit zu den bestbesuchten.

Die ziehen wir auf

Als es im vergangenen Dezember darum ging, was man mit den beiden von der Mutter Tosca nicht angenommenen, nur 810 Gramm schweren Eisbärenbabys machen sollte, war für ihn die Sache "sofort klar. Die ziehen wir auf. Alle Zoos hätten die gleiche Entscheidung getroffen, es ist totaler Quatsch zu behaupten, man müsse sie einschläfern, weil sie nicht artgerecht aufwachsen könnten". Der eine Eisbär starb nach drei Tagen an einer Darminfektion, den anderen haben Zootierarzt André Schüle, 33, und Bärenpfleger Thomas Dörflein gerettet. Sie tauften ihn Knut - er wurde zum Weltstar.

Knut ist heute der Botschafter aus dem verlorenen Paradies, mit seinem Charme hat er weltweit Millionen Menschen verzaubert und dem Zoo ganz nebenbei einen siebenstelligen Betrag in die Kasse gespült. Der Zufall hat die beiden zusammengewürfelt, nun sind Knut und Dr. Blaszkiewitz gewissermaßen die Hauptdarsteller in einer Doku-Soap, in der es um lauter existenzielle Fragen geht. Was passiert, wenn wir den Planeten weiterhin so plündern? Dürfen wir den Lebensraum der Tiere so zerstören? Dürfen wir Eisbären einsperren? Von Hand aufziehen? Dürfen wir überhaupt Tiere in Zoos halten?

"Da weiß ich, was kommt: Kokolores"

Das Wort "artgerecht"! Da rollt der Zoologe, der seine Diplomarbeit über die Haltung von Nashörnern in deutschen Zoos verfasst hat, mit den Augen. Da redeten gern Leute mit, die "keine Ahnung haben". Überhaupt habe er beobachtet, dass die biologischen Kenntnisse der Leute immer schlechter würden, obwohl es heute viel mehr Möglichkeiten gebe, sich zu bilden. Wenn er schon Artikel liest, die mit dem Rilke-Gedicht vom eingesperrten Panther beginnen – "Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe/und hinter tausend Stäben keine Welt" -, dann liest er nicht weiter: "Da weiß ich, was kommt: Kokolores."

Die "selbst ernannten Tierschützer", wie dieser Fenstermonteur aus dem Schwäbischen, der die Knut-Hysterie mit seinem Aufruf entfacht hat, man müsse ihn eigentlich einschläfern, hätten meist "viele Emotionen und wenig Wissen". Es komme immer wieder vor, dass man Tiere einschläfern müsse, die "nicht lebensfähig sind, wie eine Antilope mit verbogenen Beinen, oder wenn sie Tumore haben", aber wenn es die Chance gebe, ein Tier zu retten, "dann ziehen wir es von Hand auf. Das machen übrigens alle Zoos so".

Ihr Lebensraum ist in Gefahr

Neulich hat ein Wissenschaftler in der "Zeit" behauptet, Eisbären brauchten ein Gebiet "groß wie Italien", um sich wohlzufühlen. Blaszkiewitz verdreht die Augen. "Der Eisbär läuft 30 Kilometer, wenn er Hunger hat. Aber wenn er schon nach zehn Metern was zu fressen findet, läuft er nur zehn Meter." Und die Wärme? "Das sind Sonnenanbeter, die legen sich in die Knallsonne. Das Problem ist das Beutespektrum, ihr Lebensraum in der Wildnis ist in großer Gefahr."

Das Verhältnis zwischen Tierschützern und Zoos, das in den 70er Jahren noch blanke Feindschaft war, hat sich seither stark gebessert. Er kriegt nur noch selten Post wie kürzlich: "An den Gefängnisdirektor, Tiergefängnis Deutschland". Wahr ist: Die Zoos von heute haben nicht mehr viel zu tun mit den vergitterten Tieraufbewahrungsanstalten von einst. Besonders wichtig war das Washingtoner Artenschutzabkommen von 1973, das den Handel mit bedrohten Tierarten untersagt hat. Seit Zoos sich nicht mehr auf dem Markt mit wilden Tieren eindecken können, hat die Zucht enorme Bedeutung gewonnen: "Wir züchten heute praktisch alle Säugetiere." Das sei gerade bei den Menschenaffen "ein Segen", denn in der freien Wildbahn sind sie längst bedroht.

Gefahr geht heute eher von einem Tier aus, das in keinem Zoo zu finden ist, das aber großen Schaden anrichtet: dem Sparschwein. Immer mehr Lokalpolitiker möchten aus ihren defizitären Zoos lieber schicke "Events" machen, weil die angeblich weniger Subventionen verschlingen. Deshalb sieht Blaszkiewitz den Rummel um das eingetragene Warenzeichen "Knut" mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Knut hat zwar viel Geld gebracht, aber es sei schade, dass die Leute jetzt nur zum kleinen Bären gingen, jedoch niemand zu den äußerst seltenen, gerade geschlüpften Kiwi-Küken. Wir sind hingegangen, niemand stand davor, und zehn Minuten lang haben wir nichts entdecken können. "Na ja, zugegeben" sagt Blaskiewitz, "sie pennen den ganzen Tag in ihrer Kiste. Aber süß sind die ooch."

Der "Zoo ist kein Zirkus", findet er, wenn er hört, er solle mehr einen "Erlebnispark" machen, kommt ihm das Grausen. "Soll ick jetzt Bötchen-Fahren anbieten? Die Tiere stört es bestimmt nicht. Aber mich." Er hat sich auch lange gegen die kleine Bimmelbahn im Tierpark gesträubt: "Die Leute sollen laufen." Aber er sei lernfähig, für kleine Kinder und alte Leute sei das wohl eine artgerechte Beförderung. Blaszkiewitz ist ein Zoodirektor der alten Schule, der in seiner Branche nicht als Modernisierer gilt. In Holland, der Schweiz und den USA gibt es längst kühnere Projekte als in Berlin. Wahr ist freilich auch: Anderswo haben die Zoos deutlich mehr Geld.

Mit Schmackes über Tiere plaudern

Kritik perlt an Blaszkiewitz ab wie Wasser am Flamingo, der Zoologe ist überzeugt davon, dass es "weniger die Tierschützer als die Wissenschaftler waren, die den Zoo positiv verändert haben". Derzeit denkt er über kleine Showeffekte nach, bei "kommentierten Fütterungen" soll den Tieren nicht mehr wortlos ihr Futter hingestellt werden, sondern ein Pfleger "mit etwas Schmackes" über die Eigenarten der Tiere und deren Biografie plaudern.

Rüdiger Pankow, 49, könnte das bestimmt gut machen, er leitet seit 18 Jahren das Elefantenrevier und kennt viele seiner Dickhäuter von Geburt an. Als er vor mehr als 30 Jahren im Zoo anfing, "hat man die Elefanten noch nach Zirkusmanier dressiert", man ließ sie zur Freude des Publikums tanzen und Kopfstand machen, "ich hab da auch noch mitgemacht, weil wir es so gelernt hatten, aber heute wissen wir: Das ist nicht gut fürs Tier, dass wir sie zu Clowns machen. Wir tun das schon lange nicht mehr". Was nicht heißt, dass man den gelehrigen Viechern nicht beibringt, auf Kommando den Fuß zu heben, damit man die Nägel schneiden kann (mit der Flex). Pankow wohnt über dem Elefantenhaus, er lebt und leidet mit den Tieren, einige hat er schon mit der Flasche aufgezogen, die Dickhäuter haben ihn zum Philosophen gemacht: "Wenn du dich rumschubsen lässt, haste verloren. Wenn du dir den Besen klauen lässt, nimmt dich keiner ernst. Du musst ihnen zeigen, wer der Chef ist."

Er hat ganze Affen-Generationen großgezogen

Revierpfleger Reimon Opitz, 58, seit 40 Jahren im Zoo und Fachmann für Gorilla, Schimpanse und Co., ist in Berlin ein Star. Er moderiert nicht nur zweimal am Tag sehr lässig die Knut-Show, sondern tritt mit seinen Affen auch oft im Fernsehen auf. Opitz wohnt im Zoo, mit seiner Frau hat er im Wohnzimmer schon ganze Generationen von Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans aufgezogen. Wenn die Mutter sie nicht annimmt, holt er sie aus dem Käfig, duscht sie mit Warmwasser ab, frottiert sie, damit wieder Blut zirkuliert, und füttert sie dann ganz vorsichtig mit Fencheltee, um zu testen, ob überhaupt noch ein Saugreflex vorhanden ist - an Milch würden sie sich verschlucken. Die ersten Wochen leben sie auf einem Heizkissen in einer Styroporkiste und bekommen ganz normale Babymilch aus der Flasche.

Ein Jahr lang toben die Kleinen dann durch sein Wohnzimmer, ramponieren Ledercouch und Vorhänge, dann werden sie langsam wieder an ihre Artgenossen gewöhnt. Bisher immer erfolgreich, sagt Opitz, alle Handaufgezogenen hätten sich auch fortgepflanzt. Den Vorwurf, man vermenschliche wilde Tiere zu sehr, wenn man sie nachts in Windeln packt und mit Milomil-Fläschchen aufzieht, akzeptiert er nicht: "Sollen wir sie sterben lassen, weil die Mutter sie nicht annimmt? Gut, in der freien Wildbahn würden sie nicht überleben, aber wir sind hier im Zoo."

"Das sind doch keine Gefangenen"

Opitz hat dafür gekämpft, dass die Gitter in seinem Revier gegen Scheiben ausgetauscht und dass Rückzugsmöglichkeiten geschaffen wurden, damit sich die Tiere vor den neugierigen Blicken der Besucher verbergen konnten: "Das sind doch keine Gefangenen." Aber ganz sicher ist er sich nicht. Wenn Affen sprechen könnten, wäre er wohl kein Tierpfleger: "Dann würden sie mich jeden Tag fragen: Warum bin ich eingesperrt? Und ich könnte ihnen nicht genau sagen, warum."

Der Zoo sei nun mal in erster Linie für die Menschen da, sagt der Zoodirektor, und nicht für die Tiere. Um den Menschen für den Naturschutz zu sensibilisieren, müsse er in direkten Kontakt mit lebenden Tieren kommen, "mit schönen Tierdokumentationen im Fernsehen geht das nicht". Deshalb sei es wichtig, auch Elefanten, Raubkatzen und Affen zu zeigen, "mit 17 Springmäusen kann ich keinen Zoo machen". Besucher, die eine emotionale Bindung zu den Tieren herstellten, würden sich später eher dafür einsetzen, die Natur vor den Menschen zu retten. Deshalb hat er auch den Eisbären-Rummel begrüßt: "Es muss klick machen im Herzen, das hat man bei Knut ja gesehen."

Ein nächtlicher Streit wäre gefährlich

Er versteht die Berliner Grünen, die seit Jahren klagen, dass im Friedrichsfelder Elefantenhaus die großen Tiere nachts angekettet würden. "Das müssen wir leider noch tun", sagt Blaszkiewitz, weil das Haus zu eng sei, und "wenn die nachts zu streiten anfangen, könnte das leicht gefährlich werden". Er würde es auch gern ändern: "Wenn mir die Grünen zwölf Millionen beschafften, könnte ich morgen anfangen, ein großes Haus zu bauen." Er würde auch gern die Nashörner vom Graben befreien, der ihnen zum Verhängnis werden könnte.

Die Sorge um die Unterbringung der Tiere hält er für berechtigt, aber wenn Medien und Politiker wieder mal ein Tier entdeckten, werde es meist hysterisch: "Heute sind es Nematoden im Fisch, morgen der Rinderwahnsinn. Den armen Birkel mit seinen Eiernudeln, den haben sie auch fertiggemacht. Alles totaler Quatsch." Die Vogelpest sei "nichts als ein Fressen für die Medien. Zwei Tage lang war Berlin Sperrgebiet, weil irgendwelche Leute einen Eichelhäher nicht von einem Mäusebussard unterscheiden konnten. Und ein paar Bauchredner aus der Politik sitzen dann bei der Christiansen und haben keine Ahnung. Ich hab damals zur Ruhe aufgerufen, aber das wollte ja keiner hören."

"Der bringt ja Geld mit"

Zu welchen Verrenkungen der Homo politicus fähig ist, beobachtet Blaszkiewitz immer wieder, wenn eine Wahl ansteht. Vor ein paar Jahren kam ein FDP-Politiker gleich mit Fotografen, stellte sich vor dem Elefantengehege in Pose, sah den Pfleger, der gerade sauber machte, und schüttelte ihm lange die Hand. Da dachte Blaszkiewitz: "Du arme Sau. Der Mann hat den janzen Tag Scheiße jeschaufelt, und du musst ihm nun die Hand geben." Dass Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Popularität von Knut sofort ausnutzte, sich zum Paten erklärte und ausgiebig mit ihm fotografieren ließ, freut den Zoodirektor freilich: "Der bringt ja Geld mit." Solche Politiker mag er.

Das Interview ist zu Ende, Blaszkiewitz setzt sich auf sein Fahrrad und fährt noch eine Runde. Seit 16 Jahren streichelt er jeden Tag ein anderes Tier. Heute radelt er zu den Warzenschweinen, nur ein paar Schritte von Knuts Gehege entfernt. Sie kommen schon, wenn er klingelt. "Reizende Tiere", sagt er, "sie lieben den Kontakt zum Menschen. Und nun haben sie auch noch Junge." Aber bei ihnen guckt wieder kein Schwein.

Mitarbeit: Herman Reichenbach / print
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(