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Zwei Jahre nach dem Tod von Knut: Berlin hat einen neuen Eisbären

Er kommt aus Russland und soll mit Bärin Tonja für Nachwuchs sorgen. Jetzt aber sucht Berlins neuer Eisbär erstmal einen Namen.

Die Eisbären in Berlin - hier einer von ihnen - bekommen Zuwachs. Noch aber lässt sich der Neue nicht blicken ...

Die Eisbären in Berlin - hier einer von ihnen - bekommen Zuwachs. Noch aber lässt sich der Neue nicht blicken ...

Mehr als zwei Jahre nach dem Tod von Publikumsliebling Knut gibt es in Berlin wieder einen neuen Eisbären. Der knapp zweijährige Bär kommt aus dem Moskauer Zoo und lebt sich jetzt im Tierpark ein, wie der Chef von Tierpark und Zoo in der Hauptstadt, Bernhard Blaszkiewitz, am Dienstag sagte. Der neue Eisbär habe noch keinen Namen. Der Neuzugang war am Dienstagnachmittag noch nicht in seinem Gehege zu sehen.

Der russische Bär soll nun mit Bärin Tonja für Nachwuchs sorgen. "Zum Spielen ist er jedenfalls nicht hier", sagte Blaszkiewitz. Für den Eisbären sei nichts gezahlt worden, sagte der umstrittene Tierparkchef, der im nächsten Sommer seinen Hut nehmen muss. "Zwischen zoologischen Tiergärten handeln wir nicht."

Wie die dpa in Moskau erfuhr, lagen die Transportkosten bei 8000 Euro. Zu Spekulationen, dass für den Eisbären eine halbe Million Euro geflossen sein solle, hieß es im Moskauer Zoo: "Die Summe stimmt nicht."

Tonja lebt seit zwei Jahren in Berlin

Der Tierpark im Ostteil Berlins hat seit Jahren zu wenige Besucher und könnte dringend eine Attraktion gebrauchen. Blaszkiewitz war auch vorgeworfen worden, sich unzureichend für ein Zukunftskonzept der Einrichtung eingesetzt zu haben.

Bärin Tonja stammt ebenfalls aus einem russischen Zoo. Sie kam vor zwei Jahren in den Tierpark. Ursprünglich war sie als Partnerin für Knut im Zoo im Westteil Berlins gedacht.

Knut, der dort Millionen Besucher angezogen hatte, starb im März 2011 mit nur vier Jahren an einer Virusinfektion. Ein neues Bärchen wird es im Tierpark aber so schnell nicht geben. Männliche Eisbären werden erst im vierten Lebensjahr geschlechtsreif. Mit dem Neuankömmling aus Moskau gibt es dort nun vier Eisbären.

anb/DPA/DPA

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