Eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens Blue Origin ist bei einem Test auf der Startrampe explodiert. Die Explosion der New-Glenn-Rakete ereignete sich auf dem Raumfahrtstützpunkt Cape Canaveral im Bundesstaat Florida. Das Unternehmen von US-Milliardär Jeff Bezos meldete zunächst lediglich eine „Anomalie“ während eines Raketentests.
Laut Blue Origin keine Vermissten
In einer kurzen Erklärung von Blue Origin im Onlinedienst X wurde zudem betont, dass es keine Vermissten unter dem an dem Test beteiligten Team gebe. „Wir haben während des Zündungstests eine Anomalie festgestellt“, hieß es. „Das gesamte Personal wurde gezählt.“
Bei dem Test vor dem geplanten vierten Start der „New Glenn“ sollten die Triebwerke gezündet werden, die Rakete aber am Boden bleiben. Der Start war Medienberichten zufolge ursprünglich frühestens in der kommenden Woche geplant gewesen. Die Rakete sollte 48 Satelliten für das Satelliten-Internetsystem von Amazon ins All bringen.
Mit der „New Glenn“ will Blue Origin dem Unternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk Konkurrenz machen, das aktuell die kommerzielle Raumfahrt dominiert. Die Explosion ist dabei ein großer Rückschlag. „Äußerst bedauerlich“, kommentierte Konkurrent Musk auf der Plattform X ein Video der Explosion. „Raketen sind schwierig.“
Nasa unterstützt Untersuchung
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa werde eine Untersuchung des Vorfalls unterstützen und dann über mögliche Auswirkungen auf eigene Programme informieren, schrieb Nasa-Chef Jared Isaacman bei X. Die Nasa arbeitet bei ihrem Mond-Programm mit BlueOrigin zusammen.
Die „New Glenn“-Rakete – benannt nach John Glenn (1921-2016), dem ersten Amerikaner, der die Erde in einem Raumschiff umkreiste – hatte es beim Erstflug im Januar 2025 direkt ins All geschafft. Beim zweiten Flug rund zehn Monate später hatte die Rakete zwei Mars-Orbiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa ins All gebracht. Auch der dritte Start im April hatte geklappt, allerdings war danach ein Satellit in eine falsche Umlaufbahn abgesetzt worden.
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