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Bombe erfolgreich entschärft: Polizei musste Hannovers Zentrum evakuieren

Wegen einer Bombe musste die Polizei das Stadtzentrum Hannovers räumen. 9000 Menschen mussten in der Nacht zum Mittwoch die Altstadt verlassen. Auch das Rotlichtviertel lag in der Gefahrenzone.

In Hannovers Innenstadt herrscht über Stunden gespenstische Leere. Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg verhagelt Wirten in den Kneipen der Altstadt oder im Rotlichtviertel das Geschäft. "Das war heute wirklich keine Bombenstimmung bei uns", sagt Francisco Gomez mit bemühtem Wortwitz. Er steht vor seinem Restaurant am Ballhofplatz und will gerade abschließen. Nur drei Tische hat der Kellner am Abend bedienen können. "Ich hoffe, dass ich morgen komme und alles noch hier ist." Die Baustelle gleich gegenüber ist menschenleer. Riesige rote Überseecontainer bilden einen schützenden Halbkreis um eine weiße Plastikplane am Boden. Darunter liegt sie, die Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

"Ich liebe das Abenteuer", scherzt Udo Stuck fünfzig Meter weiter. Der 57-Jährige lehnt an einem Stehtisch vor seiner Stammkneipe und nimmt einen Schluck aus seinem Glas. "Ich kann doch meinen Wirt nicht alleine lassen", sagt er. "Wenn man in so einer zerbombten Stadt wie Hannover lebt, muss man immer mit so was rechnen", meint seine Tischnachbarin. Dann brechen die beiden auf, es ist kurz vor 21.00 Uhr, in einer Stunde wird die Gegend geräumt. Erst um 4.00 Uhr kann die Feuerwehr Entwarnung geben. Spezialisten haben den Blindgänger entschärft.

Größe der Bombe stellte echte Bedrohung dar

Zuvor Großalarm für die Einsatzkräfte: Hunderte Helfer evakuieren das Stadtzentrum. In der Gefahrenzone liegen Rathaus, Landtag, Restaurants und das Rotlichtviertel. Die Polizei klappert die Türen ab, rund 9000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Hotels quartieren ihre Gäste aus. Staatsoper und Schauspielhaus brechen Proben ab. Die NordLB schickt Wertpapierhändler und Sicherheitskräfte früher nach Hause.

Das Diakoniekrankenhaus Friederikenstift und der Hauptbahnhof bleiben von der Evakuierung verschont. "Gut, dass heute kein Freitag- oder Samstagabend ist", sagt Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft Hannover, ein Zusammenschluss von Händlern, Hotels, Gaststätten in der Innenstadt. Die Stadt entleere sich in den Abendstunden fast von alleine. "Aber die Größe der Bombe ist für die Altstadt wirklich bedrohlich."

Im Rotlichtbezirk gehen um kurz vor 22.00 Uhr die letzten roten Lichter in den Fenstern aus, nur noch vereinzelt ziehen Männer an den Tanzbars in der Reitwallstraße vorbei. Ein halbes Dutzend Damen drängelt sich vor einem Taxi, um die Gegend rasch zu verlassen. Ein paar indische Kleiderverkäufer diskutieren aufgeregt am Steintorplatz. Sie haben bis eben schwere Kleidersäcke geschleppt und ihre Stände für den nächsten Tag aufgebaut. "Uns hat keiner Bescheid gesagt von einer Bombe", beschwert sich einer von ihnen. Kurzum beschließen die Männer, die Ware einfach vor Ort zu lassen.

Notunterkunft in einer Schule

Die Einsatzkräfte funktionieren ein Schulgebäude in der Gustav-Bratke-Allee zu einem Notquartier um, mehrere hundert Feldbetten stellen sie in die Klassenzimmer. In Raum H205 sitzt Denise Trankowski, in ihrem Arm ihr acht Monate alter Sohn Jayden-Luca. "Wir haben irgendwann gemerkt, dass keine Nachbarn mehr da sind", erzählt die 20-Jährige, während ihre Mutter einen Schlafsack ausbreitet. "Dann haben wir Windeln, Feuchttücher und eine Rassel für den Kleinen eingepackt und sind einfach losgelaufen."

Gegen Mitternacht herrscht Hochbetrieb in dem Notquartier. Hunderte Einsatzkräfte laufen durch die Flure, schieben Pflegebedürftige durch das Schulgebäude. Eine alte Dame strickt in einem Klassenzimmer direkt an der Tafel, eine weitere Frau macht es sich mit einer Decke auf der Schulbank bequem. In den Fluren stehen Dutzende Bierbänke, im Treppenhaus gibt es heiße Gulaschsuppe, Säfte und rote Lollies. Mitten in dem Tumult sitzt Dietlinde Gatzke aus der Calenberger Straße mit ihren Nachbarn auf einer Bierbank und trinkt entspannt einen Kaffee. "Ich bin in Hannover geboren und habe schon mehrere Bomben erlebt", sagt die 77-Jährige.

juho/Nico Pointner, DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.