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Bürgerkrieg Südsudan: 89 Schuljungen von Bewaffneten entführt

Im Südsudan wurden mindestens 89 Schuljungen entführt. Über Täter und Motiv herrscht Unklarheit. Allerdings ist bekannt, dass beide Seiten Minderjährige zwingen, als Kindersoldaten zu kämpfen.

Die Kinder werden von ihren Familien weggeholt, um im Bürgerkrieg zu kämpfen

Die Kinder werden von ihren Familien weggeholt, um im Bürgerkrieg zu kämpfen

Im Bürgerkriegsland Südsudan sind mindestens 89 Schulkinder von einer bewaffneten Gruppe entführt worden. Bei den Opfern handele es sich ausnahmslos um Jungen, die jüngsten von ihnen seien 13 Jahre alt, teilte am Samstag das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Es sei unklar, welcher der bewaffneten Gruppen im Land die Täter angehörten. "Mindestens 89 Kinder wurden entführt, die Zahl kann aber auch viel höher sein", erklärte Unicef.

Der Vorfall ereignete sich demnach im Norden des Landes in der Stadt Wau Shilluk. Im Südsudan herrscht Bürgerkrieg, seit im Dezember 2013 der lange schwelende Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem früheren Stellvertreter Riek Machar eskalierte. Verschärft wird der Konflikt dadurch, dass die Kontrahenten unterschiedlichen Volksgruppen angehören. Beide Seiten zwingen immer wieder Minderjährige in ihre Reihen, die dann als Kindersoldaten kämpfen müssen.

yps/AFP / AFP
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?