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Busfahrt an den Gardasee: Rentner verprügelt Busfahrer

Der endlose Stau, das "Gelabere" des Busfahrers - das war einfach zuviel für den reiselustigen Rentner aus Freiburg. Als sich die Busfahrt immer weiter hinzog und der Gardasee vor Einbruch der Nacht nicht mehr erreichbar schien, griff der Mann zu seinem Stock.

Auch alte Männer haben noch Kraft in den Händen - und prügeln mit dem Spazierstock auf Busfahrer ein

Auch alte Männer haben noch Kraft in den Händen - und prügeln mit dem Spazierstock auf Busfahrer ein

Prügel-Opa im Reisebus: Weil der Wagen stundenlang im Stau stand und den deutschen Rentner das "unnötige Gelabere" des Fahrers nervte, hat der 78-Jährige ihn mit seinem Spazierstock blutig geschlagen. Der Chauffeur musste nach mehreren Hieben am Donnerstag mit offener Wunde stationär ins Krankenhaus aufgenommen werden, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Der rabiate Senior aus dem Raum Freiburg wurde angezeigt und nach Hause geschickt.

Der Rentner war mit einer deutschen Reisegruppe Richtung Gardasee unterwegs. Nach dem Start um 5 Uhr morgens in Freiburg und mehreren Stunden im Stau hatte der Bus am Mittag mit Verspätung Tirol erreicht – wo dem Mann die Nerven durchgingen. Er sei mit dem Gerede des Busfahrers und der Reiseroute nicht einverstanden gewesen, sagte er der Polizei. Zudem habe er Bedenken gehabt, dass der Bus es nicht bis zum Abend an den Gardasee schaffen werde und alle im Bus übernachten müssten.

Der attackierte Fahrer schaffte es, einen Parkplatz anzusteuern. Dort brachten zwei andere Fahrgäste den Angreifer unter Kontrolle. Er durfte zwar nach Hause fahren, doch die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt gegen ihn.

DPA/AFP / DPA
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