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Entschädigung: Chinese erstreitet 80.000 Euro nach Panda-Attacke

Ein chinesischer Bauer erhält nach einem Angriff durch einen Pandabären eine hohe Entschädigung. Der Mann war auf seinem Land ins Bein gebissen worden - und musste stundenlang operiert werden.

Pandabären gelten als harmlos, können jedoch durchaus eine Gefahr für den Menschen darstellen

Pandabären gelten als harmlos, können jedoch durchaus eine Gefahr für den Menschen darstellen

Pandabären sehen niedlich aus, doch die Tiere können trotz ihres harmlosen Rufs gefährlich werden. Diese Erfahrung musste ein chinesischer Bauer machen, als ihm ein Panda ins Bein biss und dabei schwer verletzte. Doch der Mann kann nun zumindest mit einer saftigen Entschädigung rechnen: Die Forstverwaltung und das Naturschutzgebiet Baishuijiang hätten nach "Verhandlungen" mit dem Bauern Guan Quanzhi zugesagt, ihm eine Entschädigung von 520.000 Yuan (knapp 80.000 Euro) zu zahlen, sagte sein Anwalt. Sein Mandant sei mit der Summe zufrieden, da sie die Kosten der medizinischen Behandlung decke.

Berichten zufolge war der Panda in das Dorf Liziba in der nordwestlichen Provinz Gansu eingedrungen und dabei auf das Land des Bauern Guan gelangt. "Ich sah einen Panda vor mir aufspringen, sein Körper von Matsch bedeckt", sagte Guan der Presse.

Der Bär habe ihn ins Bein gebissen und erst losgelassen, als ein anderer Dorfbewohner seinen Kopf mit einem Mantel bedeckte. Guan musste mehrere Stunden lang operiert werden. Daraufhin entschied sich sein Sohn, das Naturschutzgebiet Baishuijiang zu verklagen, in dem mehr als hundert Pandas leben.

Die Heimat der Pandas ist der bergige Südwesten Chinas. Die Zahl der in freier Wildbahn lebenden Tiere ist in den vergangenen zehn Jahren um fast 17 Prozent gewachsen, wie die Staatsmedien Anfang März berichteten. Ende 2013 lebten insgesamt 1864 Große Pandas in China und damit 268 mehr als 2003. Der Forstbehörde zufolge haben staatliche Naturschutz-Bemühungen die Erholung der Panda-Population bewirkt.

kis/AFP / AFP
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