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Chinesische Toiletten: Drei Fliegen pro Quadratmeter

Ob Ein-Kind-Politik oder Zensur - die chinesische Regierung behält gern alles unter Kontrolle. Eine neue Anordnung legt nun sogar die Höchstanzahl der Fliegen auf öffentlichen Toiletten fest.

Auch das noch: Dass die chinesische Regierung gern vorschreibt, wo es lang geht in der Volkrepublik, ist bekannt. Doch jetzt scheint der Kontrollwahn einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben: Eine Anordnung des chinesischen Gesundheitsministeriums soll künftig die Höchstanzahl der Fliegen auf öffentlichen Toiletten beschränken. Ein diese Woche veröffentlichter Entwurf sieht vor, dass in frei stehenden Toilettenhäuschen künftig nur drei Fliegen pro Quadratmeter herumschwirren dürfen. Bei WCs, die zu einem größeren Gebäude wie etwa einem Bahnhof gehören, ist dann sogar nur noch eine Fliege pro Quadratmeter erlaubt.

Es handelt sich nicht um den ersten Versuch in China, die Fliegenplage auf öffentlichen Toiletten einzudämmen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Peking mit einer Zwei-Fliegen-Regel-pro-Klo zur Aufsehen gesorgt. Das nun vorgestellte Regelwerk reicht noch weiter. So dürfen Toiletten künftig auch keinen unangenehmen Geruch mehr verströmen. Nur bei frei stehenden Klohäuschen drückt die Regierung ein Auge zu: Sie dürfen der Anordnung zufolge weiterhin "leicht" müffeln.

Weniger Fliegen, mehr Toiletten

Die weiblichen Besucher öffentlicher Toiletten in China erwarten künftig noch mehr erfreuliche Neuerungen. Laut dem geplanten Regelwerk wird es künftig doppelt so viele öffentliche Toiletten für Frauen wie Männer-WCs geben müssen. Vor einem Jahr hatten etwa 20 Frauen im südchinesischen Guangzhou Männertoiletten besetzt, um gegen die langen Wartezeiten vor Frauentoiletten zu protestieren.

Diese Anordnungen werden nicht nur die Chinesen erfreuen. Insbesondere für ausländische Besucher waren Chinas öffentliche Toiletten lange Zeit ein Alptraum, denn ihnen fehlten des Öfteren einmal Türen oder Trennwände. Erst nach einer Anordnung des chinesischen Gesundheitsministeriums im Jahr 1998 besserte sich die Situation. Das neue Regelwerk verspricht weitere Fortschritte. Es enthält auch Bau- und Pflegevorschriften für die stillen Örtchen und soll nicht nur für chinesische Städte, sondern auch auf dem Land und in Urlaubsanlagen gelten.

AFP/Stefanie Schütten / AFP
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.