HOME

Datenleck: Libri-Konten vieler Buchhändler nicht ausreichend gesichert

Die Datenpanne beim Online-Buchhändler libri.de ist offenbar größer gewesen als angenommen. Das Internet-Blog Netzpolitik.org berichtete, dass die Libri-Konten vieler Buchhändler nicht ausreichend gesichert gewesen seien. Es sei mit Hilfe eines kleinen Tricks gelungen, sich Zugang zu verschaffen.

Die Datenpanne beim Online-Buchhändler libri.de ist offenbar größer gewesen als angenommen. Das Internet-Blog Netzpolitik.org berichtete, dass die Libri-Konten vieler Buchhändler nicht ausreichend gesichert gewesen seien. Es sei mit Hilfe eines kleinen Tricks gelungen, sich Zugang zu verschaffen.

"Die neuerlichen Weiterungen des Falles dokumentieren ein erschreckendes Ausmaß an Unkenntnis und Nachlässigkeit im Umgang mit Daten und der Datensicherheit", erklärte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar am Freitag. Libri.de teilte mit, man habe die Sicherheitslücke noch am Donnerstagabend geschlossen.

"Wir hatten Zugriff auf die kompletten Bestellstatistiken, die Bestellhistorie, Beleghistorie und Kundenliste mit Mail- und Postadresse", heißt es in dem Blog. "Dazu hätten wir die Möglichkeit gehabt, einen Shop 'zu übernehmen', indem wir die Zugangs- und Kontaktdaten ändern." Erst am Donnerstag war bekanntgeworden, dass etwa 500.000 Buchbestellungen der Kunden längere Zeit ungesichert im Internet standen. Die Daten enthielten die Adressen der Kunden sowie den Titel der von ihnen bestellten Bücher samt Rechnung. Libri.de ist einer der größten deutschen Marktplätze für Bücher und verwandte Produkte wie CDs, DVDs oder Downloads.

AP / AP
Themen in diesem Artikel