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Defekte Klimaanlage im ICE: Sommerhitze lässt Schüler im Intercity schmoren

Dramatische Hitzeschlacht im ICE: In einem Intercity von Remscheid nach Berlin war die Klimaanlage defekt. Die Temperaturen im Zug stiegen auf über 50 Grad. Mehrere Jugendliche mussten im Krankenhaus versorgt werden.

Dramatische Hitzeschlacht im ICE: Mehrere Schüler aus Remscheid und Willich sind auf dem Rückweg von ihrer Klassenfahrt nach Berlin im Intercity-Express zusammengebrochen. Die Klimaanlage im Zug war den Schilderungen von Augenzeugen zufolge ausgefallen. Ein Sprecher der Deutschen Bahn AG bestätigte, dass es am Samstag in mehreren Zügen zu Problemen mit den Klimaanlagen gekommen ist und Reisende in Bussen oder Ersatzzügen weitertransportiert werden mussten. "Es tut uns leid für jeden einzelnen der leiden musste", sagte der Bahn-Sprecher. Zu dem Vorfall in Bielefeld hatte er keine Erkenntnisse.

Am Bahnhof Bielefeld hielt die Feuerwehr Notärzte bereit. Neun Jugendliche mussten ins Krankenhaus gebracht, einige mit Infusionen versorgt werden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Bielefeld. Insgesamt hatten 27 Schüler medizinische Hilfe nötig. Diejenigen, die nicht im Krankenhaus bleiben mussten, wurden in bereitgestellten Bussen mit Klimaanlage nach Hause gebracht.

Den Schilderungen von Augenzeugen zufolge spielten sich in dem ICE dramatische Szenen ab. Dehydrierte Schüler lagen in den Gängen. Eine schwangere Frau habe versucht, während der Fahrt eine Scheibe einzuschlagen, um an frische Luft zu kommen. Die Temperaturen im Zug hätten jenseits der Marke von 50 Grad gelegen. "Das war wie in einer Sauna. Fünf Minuten später wären bestimmt alle kollabiert", sagte der Schüler Bastian F. (16) dem Bielefelder "Westfalen-Blatt". Der Zeitung zufolge waren 91 Rettungskräfte auf dem Bielefelder Hauptbahnhof im Einsatz.

DPA / DPA