VG-Wort Pixel

Norwegen Drogenkurier schmuggelt mehr als 36 Kilo Speed getarnt als Corona-Impfung

Blaulicht auf einem Polizeiwagen
Die norwegischen Zollbeamt:innen nahmen den Drogenkurier kurz nach seiner Ankunft mit einer dänischen Fähre fest (Symbolbild)
© Fotostand / K. Schmitt / Picture Alliance
Ein polnischer Drogenkurier wurde in Norwegen zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er hatte versucht, große Mengen an Speed getarnt als Corona-Impfung von den Niederlanden nach Skandinavien zu schmuggeln.

In einem aufsehenerregenden Gerichtsurteil wurde ein polnischer Drogenkurier von einem norwegischen Gericht zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der 50-jährige Mann hatte im Januar versucht, eine Drogenlieferung zu tarnen, indem er magnetische Sticker des Biotechnikunternehmens Biontech auf seinem Wagen befestigte. Biontech hatte zusammen mit dem amerikanischen Unternehmen Pfizer den ersten mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 auf den Markt gebracht. 

Zollbeamt:innen finden mehr als 36 Kilo Drogen

Der Täter war vor seinen kriminellen Machenschaften als LKW-Fahrer in Deutschland tätig, als ihm angeboten wurde Amphetamine nach Norwegen zu schleusen. Im Gegenzug sollen seine Auftraggeber:innen ihm 20.000 Euro versprochen haben. Aufgrund der ertragsarmen Auftragslage während des Corona-Lockdowns, hätte er schließlich zugestimmt die Drogentour zu übernehmen, so das Urteil.

Mit einem gemieteten Van machte sich der Täter von Deutschland auf den Weg in die Niederlande, wo ihm die Amphetamine übergeben wurden. Norwegische Zollbeamt:innen nahmen den 50-Jährigen allerdings bereits kurz nach seiner Ankunft per Fähre aus Dänemark in Gewahrsam. Neben 36 Kilo Drogen in einem Dachversteck fanden die Ermittler:innen diverse Requisiten, welche die Grenzkontrolleur:innen wohl auf eine falsche Fährte locken sollten. Neben der Außenverkleidung befand sich eine Mappe mit dem Biontech-Logo auf dem Armaturenbrett des Wagens. Innerhalb eines Tages stellten die Beamt:innen beinahe zehn Prozent der jährlichen Menge an abgefangenen Amphetaminen in Norwegen sicher.

Verteidigung will Urteil anfechten

Die Verteidigung des polnischen Täters plant gegen das Urteil vorzugehen. Laut seinem Anwalt Sverre Sjøvold, wäre der Verurteilte davon ausgegangen, dass er nicht Speed sondern Haschisch schmuggeln würde. Ein Vergehen, welches in Norwegen mit einem deutlich milderen Strafmaß bemessen ist. Sjøvold berichtet, dass sein Mandant äußerst überrascht gewesen sei, als die lange Haftstrafe verkündet wurde.

Das Gericht schien die Verteidigung des Anwalts nicht für äußerst plausibel zu halten. Wohl nicht zuletzt, weil Fingerabdrücke und DNA-Spuren des Täters auf den Drogen festgestellt werden konnten. Auch die Erklärung des Fahrers, einer der Drogenbehälter hätte sich aus seinem Versteck gelöst und wäre ihm auf den Kopf gefallen, hielten sie für äußerst unglaubwürdig. Das Gericht teilte mit, es wäre sich sicher, dass der Drogenkurier wusste, was über seinem Kopf verborgen war. 

US-Cop schiebt Autofahrerin Drogen unter

Sehen Sie im Video: Teresa Odom ist fassungslos. Bei einer Verkehrskontrolle findet der US-Cop Zach Wester Drogen in ihrem Wagen. Doch am Ende landet nicht sie auf der Anklagebank – sondern der Beamte.

Quellen:Vice, NRK.no

jus

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker