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Attraktiv und politisch konservativ: Vater sucht Ehefrau für Sohn mit 900-Dollar-Kontaktanzeige

Ein Vater aus den USA versucht via Kontaktanzeige in der Zeitung, seinen Sohn zu verheiraten. Für die komplette Seite lässt er 900 Dollar springen. Doch nicht nur das. Er hat auch eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie seine künftige Schwiegertochter zu sein hat.

Mit einer Kontaktanzeige sucht ein Geschäftsmann aus den USA eine Ehefrau für seinen Sohn

Mit einer Kontaktanzeige sucht ein Geschäftsmann aus Salt Lake City eine Ehefrau für seinen Sohn (Symbolfoto)

Der Mann auf dem Foto trägt einen dunklen Pullover und lächelt in die Kamera. Das Bild ist eingerahmt in einen dicken Goldrahmen. Es ist vermutlich jenes Bild, das bei Arthur Brook, 74, schon seit Jahren auf dem heimischen Kamin steht. "Ich sehe aus, wie auf dem Foto, nur, das ich jetzt graue Haare habe." Mit einer im "Coeur d'Alene Press" sucht der Geschäftsmann aus Salt Lake City nach einer Ehefrau für seinen Sohn.

900 Dollar (etwas mehr als 800 Euro) soll Brooks für die Anzeige ausgegeben haben. Eine komplette Seite in einer Tageszeitung. In Farbe. "Mein Name ist Baron Brooks. Ich bin 48 Jahre alt, war nie verheiratet und lebe in . Ich suche nach einer Frau die bereit ist, so schnell wie möglich Kinder zu haben." So der Text neben dem Foto.

So konservativ die Art der Anzeige, so konservativ sind auch die Ansichten des Vaters, der ziemlich klare Vorstellungen von seiner zukünftigen Schwiegertochter hat. "Du bist etwa zwischen 34 und 38 Jahre alt (...) attraktiv mit guten Proportionen. Idealerweise hast du noch keine Kinder aus früheren Beziehungen (...)" Bis hierhin seien die zu erfüllenden Kriterien jedoch "flexibel".

Keine Clinton-Wählerin, Religion offen

Ein absolutes Muss hingegen seien dieses Anforderungen: "Du musst bereit sein, nach Salt Lake City zu ziehen, weil da mein Geschäft ist. Du musst politisch konservativ sein. Das ist sehr wichtig für mich. Wenn du für Obama gestimmt hast oder planst, zu wählen, bist du nicht für mich. Ich bin 1,65 Meter und wenn du 1,70 bist und gerne Stöckelschuhe trägst, könnte das nicht funktionieren. ist offen. Wenn wir Kinder haben, würde ich erwarten, dass Du eine Mutter bist, die zu Hause bleibt."

Und was bekommt die Zukünftige geboten? Bei "Über mich" heißt es: "Ich besitze zwei Reformhäuser in Salt Lake City.(...) Ich bin Jude, aber in dem Sinne nicht sehr religiös, jedoch spirituell. Ich besitze ein Eigenheim".

Die Gespräche mit den Bewerberinnen, die übrigens der Vater führt, sollen in einem Hotel stattfinden. Mitzubringen: Eine kurze Beschreibung auf einer Seite sowie ein aktuelles Foto von sich. Hin-und Rückflug für das Treffen würden bezahlt, ebenso eine First-Class-Unterkunft. Das gleiche gelte auch für eine eventuelle Begleitperson. Damit klar wird, dass die Anzeige auch wirklich ernst gemeint ist, steht darunter in Großbuchstaben: "Das ist eine seriöse Anfrage. Bitte sei auch du seriös." 

Kontaktanzeige ist dem Sohn peinlich

Und was sagt der Sohnemann dazu? Dem ist das Ganze furchtbar peinlich, wie er in einem Telefoninterview mit dem "Spokesman" verriet. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie peinlich und lächerlich das ist". Sein Vater habe die Anzeige ohne seine Einwilligung geschaltet. Er sei wütend auf ihn, wolle aber auch seine Gefühle nicht verletzen. "Es macht ja keinen Sinn, eine Bombe zu entschärfen, wenn sie schon hochgegangen ist."

Seinen Vater beschreibt er als verrückt, neurotisch, passiv-aggressiv und ohne Grenzen. Er sei jemand, der "in Dinge hereinstolpert", "eine große Klappe hat" und "denkt, dass er das richtige tut". Zudem sei er schwer krank und wünsche sich Enkel, die den Familiennamen weiterführen. "Immer, wenn er wieder Probleme mit dem Herzen hatte, tat er danach verrückte Dinge. Aber dieses hier schießt den Vogel ab", so Brooks.

Sein Vater selbst wolle sich bis Sonntagmittag nicht zu der ganzen Sache äußern. Vermutlich, weil erst dann eine passende Heirats-Kandidatin gefunden wurde.

jek