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Einstweilige Verfügung Kachelmann-Buch darf nicht mehr verkauft werden


Erst seit Montag lag das Buch von Jörg Kachelmann in den Läden. Jetzt ist es schon wieder weg. Die Anwälte der Ex-Freundin haben eine einstweilige Verfügung gegen "Recht und Gerechtigkeit" erwirkt.

Viel Wirbel um Jörg Kachelmanns literarische Abrechnung: Während Frauenrechtlerin Alice Schwarzer sich gegen den Vorwurf wehrt, sie habe die Persönlichkeitsrechte des Wetterexperten verletzt, hat nun auch die Ex-Freundin des Moderatoren ihre Anwälte eingeschaltet. Das Landgericht Mannheim hat nach Angaben der Anwälte der Kachelmann-Ex eine einstweilige Verfügung gegen das Buch "Recht und Gerechtigkeit" des Unternehmers erlassen. Nach der Gerichtsentscheidung darf der Heyne-Verlag das Buch nicht verbreiten, so lange die Ex-Geliebte Kachelmanns darin mit vollem Namen genannt wird, teilte die Anwaltskanzlei Zipper & Collegen am Mittwoch in Schwetzingen mit.

Die Frau hatte Kachelmann der Vergewaltigung beschuldigt. Nach einem spektakulären Prozess wurde der Moderator vergangenes Jahr freigesprochen. In seinem Buch "Recht und Gerechtigkeit" rechnet Kachelmann eineinhalb Jahre nach dem Freispruch von Vergewaltigungsvorwürfen mit einer "männerverurteilenden Justiz" ab.

Seit Montag in den Läden - jetzt wieder weg

Der Beschluss des Landgerichts liegt der Nachrichtenagentur DPA eigenen Angaben zufolge in Kopie vor; eine Bestätigung des Gerichts war am Mittwoch zunächst nicht zu bekommen. Der Münchener Heyne-Verlag hatte Anfang dieser Woche das Buch "Recht und Gerechtigkeit" auf den Markt gebracht, das Kachelmann gemeinsam mit seiner Frau verfasst hatte. Der Verlag konnte sich dazu am Mittwochabend zunächst nicht äußern.

Alice Schwarzer hatte in der Zeitschrift "Emma" die Begriffe "einvernehmlicher Sex" und "Unschuldsvermutung" als Unworte des Jahres vorgeschlagen. Das Landgericht Köln hatte entschieden, Schwarzer erwecke den Eindruck, dass Kachelmann seine ehemalige Geliebte vergewaltigt habe. Damit werde dessen Persönlichkeitsrecht verletzt. Dagegen zog die Frauenrechtlerin nun vor Gericht.

kmi/DPA DPA

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