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Streit Schwarzer gegen Kachelmann Ring frei für die nächste Runde


Rund um den Mannheimer Vergewaltigungsprozess wurden sie zu erbitterten Gegnern: Nun versucht Alice Schwarzer eine juristische Schlappe gegen Jörg Kachelmann vor Gericht wieder wett zu machen.

Nach einer juristischen Schlappe gegen Jörg Kachelmann wehrt sich Alice Schwarzer weiter vor Gericht. Sie und ihre Zeitschrift "Emma" gehen gegen eine einstweilige Verfügung vor. In der Zeitschrift hatte die Frauenrechtlerin die Begriffe "einvernehmlicher Sex" und "Unschuldsvermutung" als Unworte des Jahres vorgeschlagen.

Das Landgericht Köln hatte entschieden, Schwarzer erwecke den Eindruck, dass Kachelmann seine ehemalige Geliebte vergewaltigt habe. Damit werde dessen Persönlichkeitsrecht verletzt.

In der Emma hatte es zu dem ironisch gemeinten Unwort-Vorschlag geheißen: "Begründung? Da fragt man am besten Nafissatou Diallo oder Claudia D. oder irgendeine von den 86.800 geschätzten vergewaltigten Frauen im Jahr, deren Vergewaltigung nie angezeigt, nie angeklagt oder nie verurteilt wurden."

"Zweifel bleiben"

Claudia D. war die von vielen Medien benutzte Abkürzung der früheren Geliebten, die den Fernseh-Wetterexperten Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt hatte. Der Moderator war freigesprochen worden.

"Es ging und geht uns lediglich darum, darauf aufmerksam zu machen, dass Zweifel auch nach acht Monaten Verhandlung blieben", teilte der "Emma"-Verlag am Mittwoch in Köln mit. Alice Schwarzer werde "in der Sache "Unwort des Jahres" jetzt ins Hauptsacheverfahren gehen".

be/DPA DPA

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