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Vorfall in der Ostsee: Finnische Marine verjagt vermutetes U-Boot vor Helsinki

War es ein U-Boot? Die finnische Marine hat ein verdächtiges Unterwasser-Objekt vor Helsinki verjagt. Worum es sich genau handelt, ist noch unklar. Die Suche läuft unterdessen auf Hochtouren.

Boote der finnischen Grenzkontrolle patrouillieren nahe der Hauptstadt Helsinki

Boote der finnischen Grenzkontrolle patrouillieren nahe der Hauptstadt Helsinki

Wie die finnische Marine mitteilte, wurde ein vermutetes U-Boot aus Gewässern vor der Hauptstadt Helsinki verjagt. Auf das am Montag und Dienstag geortete Gefährt seien Warngranaten abgeworfen worden, so die Marine. Mit dem Einsatz der Mini-Wasserbomben werde dem Zielobjekt zu verstehen gegeben, das es entdeckt worden sei, sagte Kommodore Olavi Jantunen der Zeitung "Helsingin Sanomat". Schaden sollten die Granaten nicht anrichten. Verteidigungsminister Carl Haglund sagte, bei dem Objekt könne es sich um ein U-Boot gehandelt haben. Es sei wahrscheinlich, dass es die Gewässer wieder verlassen habe. Es komme nur sehr selten vor, dass Finnland solche Warngranaten einsetze.

Ob Russland in den Vorfall verwickelt ist, sagte Haglund nicht. In der jüngsten Vergangenheit haben sich die Spannungen mit dem Nachbarland verstärkt. Im April erklärten die skandinavischen Länder und Finnland, eine Bedrohung durch Russland mache eine engere Verteidigungszusammenarbeit nötig. Die Regierung in Moskau reagierte mit der Aussage, die Annäherung Finnlands und Schwedens an die Nato sei von besonderer Besorgnis.

Die Meldung der finnischen Marine erinnert an eine Serie mutmaßlicher U-Boot-Sichtungen vor Stockholm im vergangenen Oktober. Damals hatte die schwedische Marine eine Woche lang nach dem vermeintlichen Eindringling in die Hoheitsgewässer gesucht, aber nichts gefunden.

and/Reuters/AFP / Reuters
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