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Flug MH370: Weitere Wrackteile auf La Réunion gefunden

Das Rätsel um Flug MH370 scheint gelöst: Nachdem bestätigt wurde, dass eine auf La Réunion entdeckte Flügelklappe von der Unglücksmaschine stammt, sind nun weitere Wrackteile entdeckt worden, die von der Boeing stammen könnten.

Nach einer Flugzeugklappe wurden jetzt Scheiben der verschollenen malaysischen Maschine MH370 gefunden

Diese Flügelklappe war der erste Fund zum verschollenen Flug MH370 - jetzt sind weitere Teile gefunden worden.

Mehr als eine Woche nach dem Fund einer Flügelklappe des verschollenen Flugs MH370 sind nach malaysischen Regierungsangaben weitere Wrackteile auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean entdeckt worden.

Wie der malaysische Verkehrsminister Liow Tiong Lai vor Journalisten in Kuala Lumpur sagte, handele es sich um Teile von Fenstern und Sitzkissen sowie um eine Aluminiumfolie, die von einem Flugzeug stammen. Dass es sich um Teile der lange vermissten Boeing handelt, scheint wahrscheinlich, kann aber bisher nicht bestätigt werden. Die französische Justiz dementiere dementsprechend "momentan" den Fund neuer Wrackteile, hieß es aus Paris. Regierungschef Najib Razak hatte zuvor erklärt, das vergangene Woche auf La Réunion entdeckte Wrackteil stamme von der seit fast anderthalb Jahren verschollenen malaysischen Passagiermaschine.

Madagaskar und Mauretanien sollen bei Suche helfen

Das französische Übersee-Departement La Reunion liegt etwa 3700 Kilometer von dem Gebiet im Indischen Ozean entfernt, in dem die Absturzstelle vermutet wird. Liow sagte, Malaysia habe die Regierungen von Mauritius und Madagaskar gebeten, sich an der Suche nach Trümmerteilen zu beteiligen.

Der Großraumjet war am 8. März vergangenen Jahres auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Die meisten Insassen waren Chinesen. Ermittler gehen davon aus, dass die Boeing noch stundenlang weiterflog und schließlich in den Indischen Ozean stürzte. Trotz intensiver, monatelanger Suche fehlte bis vor kurzem jede Spur von Malaysia-Air-Maschine.

jka/dho/AFP/Reuters/DPA
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