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Flugzeugunglück: Tote und Verletzte nach Notlandung im Iran

Nur neun Tage nach dem verheerenden Flugzeugabsturz im Iran mit 168 Opfern hat es bei einer missglückten Notlandung im Nordosten des Landes erneut Tote und Verletzte gegeben. Der Luftaufsichtsbehörde zufolge kamen 16 Menschen ums Leben, 29 wurden verletzt.

Beim zweiten Flugzeugunglück im Iran innerhalb von zwei Wochen haben die Luftaufsichtsbehörden die Zahl der Todesopfer erneut korrigiert. Nach neuen Angaben vom Samstagmorgen seien bei dem Unglück 16 Menschen getötet und 29 verletzt worden. Insgesamt waren 153 Reisende an Bord der Maschine, als diese nach der Landung in eine Mauer raste.

Das Unglück passierte um 15.40 Uhr MESZ. Vize-Transportminister Ahmad Madschidi sagte, Cockpit und Reifen des vierstrahligen Flugzeugs russischer Bauart vom Typ Iljuschin seien in Brand geraten. Die Maschine sei dann über die Rollbahn hinaus in eine Mauer gerast. Das Feuer wurde schnell gelöscht, so ein Sprecher der Provinzregierung. Die überlebenden Passagiere konnten schnell aus dem Wrack geholt werden.

Das iranische Fernsehen zeigte Bilder von einem völlig zerfetzten Cockpit. Der übrige Rumpf war kaum beschädigt. Augenzeugen berichteten, dass nach dem Aufsetzen der Maschine Funken sprühten und dann Flammen aus dem Hauptfahrwerk schlugen.

Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Die Maschine mit der Flugnummer IRX-1520 war in Teheran gestartet und sollte planmäßig in Mesched landen. Der Flughafen in Mesched wurde nach dem Unglück geschlossen, deshalb konnte ein Untersuchungsteam der Luftfahrtbehörde aus dem 850 Kilometer entfernten Teheran zunächst nicht anreisen. Mesched ist die zweitgrößte Stadt im Iran und liegt im Nordosten des Landes.

Erst vor zwei Wochen waren beim Absturz eines Passagierflugzeuges im Iran 168 Menschen ums Leben gekommen. Auch diese Maschine stammte aus Russland.

Der Iran hat die relativ häufigen Flugzeugabstürze im Land wiederholt auf die Wirtschaftssanktionen seitens der USA zurückgeführt, weil dadurch keine Ersatzteile für Flugzeuge beschafft werden könnten. Beobachtern zufolge trifft dies allerdings kaum auf Maschinen russischer Bauart zu. Die Experten verweisen auf eine unzureichende Wartung der Flugzeuge.

AP/DPA / AP / DPA