Die USA verstärken den Druck auf den Iran. Merz kritisiert Lockerungen von US-Sanktionen gegen Russland. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Thomas Krause
Katar verfügt nach eigenen Angaben über strategische Wasserreserven für vier Monate. Die Lebensmittelreserven des Golfstaats reichen für 18 Monate, sagt Innenminister Scheich Chalifa bin Hamad Al Thani.
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Thomas Krause
Der Iran lässt zwei indische Flüssiggastanker (LPG) durch die blockierte Straße von Hormus passieren. Die „Shivalik“ habe die Meerenge bereits unter Geleitschutz der indischen Marine durchquert, das Schwesterschiff „Nanda Devi“ solle in den kommenden Stunden folgen, berichten vier Insider. Der Iran hatte erklärt, keine Lieferungen für die USA oder deren Verbündete durchzulassen, Indien hat jedoch Ausnahmen erwirkt. Premierminister Narendra Modi hatte nach eigenen Angaben mit dem iranischen Präsidenten Masud Peseschkian über den Transport von Gütern und Energieträgern aus der Golfregion gesprochen. Indien leidet derzeit unter der schwersten Gaskrise seit Jahrzehnten.
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Thomas Krause
Seit dem Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen haben einer auf Seetransporte spezialisierten Website zufolge nur 77 Schiffe die Straße von Hormus passiert. Mehr als die Hälfte dieser Schiffe gehöre zur sogenannten Schattenflotte, erklärt „Lloyd's List Intelligence“. Damit sind die häufig veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe gemeint, mit denen insbesondere Russland und der Iran internationale Sanktionen umgehen.
Die seit Monatsbeginn verzeichneten 77 Durchfahrten durch die Straße von Hormus bedeuten „Lloyd's List Intelligence“ zufolge einen massiven Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vom 1. bis zum 11. März 2025 wurden demnach 1299 Durchfahrten registriert.
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Kai Müller
USA setzen hohe Belohnung zur Ergreifung Chameneis aus
Im Iran-Krieg setzen die USA eine hohe Belohnung zur Ergreifung des neuen iranischen obersten Führers Modschtaba Chamenei aus. Das US-Außenministerium teilt mit, es würden zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Verbleib Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt.
Der Sohn des bei einem israelischen Luftangriff getöteten Ayatollah Ali Chamenei war am Sonntag zu seinem Nachfolger ernannt worden.
Der Sohn des bei einem israelischen Luftangriff getöteten Ayatollah Ali Chamenei war am Sonntag zu seinem Nachfolger ernannt worden.
Modschtaba Chamenei (Archivbild). Vahid Salemi / AP/ DPA
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Kai Müller
Der Irankrieg ist nach den US-israelischen Angriffen zu einem Flächenbrand in Nahost geworden. Ein Ende scheint noch immer nicht in Sicht. Die Fotos der Eskalation:
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Kai Müller
Kanzler Merz bei „Cold Response“: Bereit zur Verteidigung des hohen Nordens
Die Regierungschefs Deutschlands, Norwegens und Kanadas bekräftigen beim Besuch eines Nato-Großmanövers in Norwegen ihre Bereitschaft zur militärischen Verteidigung der Nordregionen. „Wir sind bereit, (...) das zu verteidigen, was wir den Hohen Norden nennen“, sagt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gekleidet in einer Tarnjacke am Freitag auf Englisch.
Auch der kanadische Premierminister Mark Carney sagt auf dem Stützpunkt Bardufoss im Norden Norwegens: „Wir sind bestens darauf vorbereitet – einzeln und gemeinsam –, die Arktis und den hohen Norden zu verteidigen.“ Ziel des Manövers „Cold Response“ sei es, „diese Fähigkeiten angesichts Russlands und jeder externen Bedrohung weiter zu stärken“, so Carney an der Seite von Merz und dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Störe.
Bei dem elf Tage dauernden Manöver soll der Einsatz unter extremen winterlichen Bedingungen geübt werden, insbesondere mit Blick auf die Verteidigung der Arktis. Die Nato-Übung wird alle zwei Jahre von Norwegen organisiert. Rund 25.000 Soldaten nehmen daran teil, darunter rund 1600 Soldaten der Bundeswehr.
„Wir sind bestens darauf vorbereitet – einzeln und gemeinsam –, die Arktis und den hohen Norden zu verteidigen“Kanadas Premierminister Mark Carney
Kanadas Premierminister Mark Carney. Soeren Stache / DPA
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Kai Müller
Ist der Irankrieg bald vorbei? Experte Mölling glaubt: Donald Trump könnte ihn bald für beendet erklären und den USA den Sieg zuschreiben – aus einem einzigen Grund:
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Thomas Krause
Iran widerspricht Trump wegen Marine und Luftwaffe
Der Iran weist Darstellungen von US-Präsident Donald Trump über den Zustand der iranischen Marine und Luftstreitkräfte scharf zurück. „Die USA behaupten, die iranische Marine sei zerstört (...) Dann sei die Frage erlaubt, warum die Straße von Hormus immer noch geschlossen ist und kein Tanker sie durchqueren kann“, sagte Mohammed Akbarsadeh, stellvertretender Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur IRNA.
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Thomas Krause
Nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz werden derzeit „alle Kanäle“ genutzt, um den Krieg im Iran zu beenden. „Wir unternehmen alle Anstrengungen“, sagt Merz bei einem Treffen mit den Regierungschefs von Kanada und Norwegen in Bardufoss. „Alle diplomatischen Kanäle werden genutzt, und wir hoffen, dass wir Wege finden, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden, weil er niemandem nutzt und vielen schadet, ökonomisch auch uns“, fügt er auf die Frage hinzu, ob er auch befürworte, dass die Europäer direkt mit dem Iran reden.
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Thomas Krause
Nach Drohungen aus Teheran steht nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump die Glaubwürdigkeit des neuen obersten Führers des Irans Modschtaba Chamenei auf dem Prüfstand. „Sie reden sehr viel, also wird er jetzt liefern müssen“, sagte Trump dem Sender Fox News Radio mit Blick auf die Drohungen aus Teheran.
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Thomas Krause
Die italienische Regierung dementiert einen Medienbericht, wonach Italien und Frankreich mit dem Iran über freies Geleit ihrer Schiffe durch die Straße von Hormus verhandeln. Aus Rom heißt es, es habe keine „bilateralen Verhandlungen oder direkte Gespräche mit dem Iran gegeben, um die Durchfahrt italienischer Schiffe durch die Straße von Hormus zu gewährleisten“. Der Élysée-Palast reagiert auf Anfrage zu dem Bericht bislang nicht.
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Thomas Krause
UN-Generalsekretär António Guterres ist überraschend zu einem „Solidaritätsbesuch“ in den Libanon gereist. „Ich bin gerade in Beirut gelandet für einen Solidaritätsbesuch bei den Menschen im Libanon“, teilt Guterres mit. Die Menschen im Libanon hätten sich „diesen Krieg nicht ausgesucht“, sagt der UN-Chef. „Sie sind da reingezogen worden.“
Die proiranische Schiitenmiliz Hisbollah hatte nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran damit begonnen, Raketen auf Ziele in Israel zu feuern. Israel reagiert seitdem mit umfangreichen Luftangriffen. Hunderte Zivilisten im Libanon seien seitdem schon ums Leben gekommen, mehr als 800.000 Menschen seien innerhalb des Landes geflohen, sagte Guterres.
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Thomas Krause
Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei hat ein einflussreicher iranischer Kleriker einen Appell an Papst Leo XIV. verfasst. „Wir erwarten, dass Sie diese abscheulichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Missachtung der Würde religiöser Führer mit lauter Stimme verurteilen und als unvereinbar mit den Lehren des Christentums brandmarken“, zitiert der Staatssender IRIB aus einem Brief des Ajatollah Aliresa Arafi an das Oberhaupt der katholischen Kirche.
Der Papst hatte zuletzt etwa sein tiefes Mitgefühl für alle Opfer ausgedrückt. Der Vatikan hatte zudem vor einer Aushöhlung des Völkerrechts gewarnt.
Der Papst hatte zuletzt etwa sein tiefes Mitgefühl für alle Opfer ausgedrückt. Der Vatikan hatte zudem vor einer Aushöhlung des Völkerrechts gewarnt.
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Thomas Krause
Alle sechs Crew-Mitglieder von US-Tankflugzeug tot
Beim Absturz eines Tankflugzeugs der US-Streitkräfte im Westen des Iraks sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Alle Besatzungsmitglieder seien für tot erklärt worden, teilt das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) in einem Update auf X mit. Zuvor war bereits der Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder verkündet worden.
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Kai Müller
Macron: Frankreich bleibt defensiv nach Angriff auf Soldaten
Nach dem Drohnenangriff auf französische Soldaten im Irak mit einem Toten und sechs Verletzten will Frankreich sich nicht in den Iran-Krieg hereinziehen lassen. „Angesichts des andauernden Krieges nimmt Frankreich eine rein defensive Haltung ein“, sagt Präsident Emmanuel Macron in Paris. Frankreich befinde sich nicht im Krieg mit dem Iran und werde weiterhin „Besonnenheit, Gelassenheit und Entschlossenheit an den Tag legen“.
Nach dem Angriff auf die Soldaten bei Erbil im Nordirak am Donnerstagabend analysiere die französische Armee die Fakten und Umstände, sagt Macron. Er werde sich am Nachmittag mit dem irakischen Premierminister Schia al-Sudani beraten.
„Unsere Soldaten wurden angegriffen, während sie – wie wir es seit mehreren Jahren tun – im Rahmen einer internationalen Koalition gegen das Wiederaufleben des Terrorismus in der Region und im Dienste der irakischen Souveränität kämpften. Das ist natürlich inakzeptabel“Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Jeanne Accorsini / Sipa / Action Press
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DPA · AFP · Reuters · SID
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