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Frankfurt: Krawalle bei Protesten gegen Opernball

Während in der in der Alten Oper zu Frankfurt rund 2200 Gäste den Opernball feierten, flogen draußen Steine und Flaschen. Rund 600 Demonstranten nutzten die Feierlichkeiten für Proteste gegen den Sozialabbau.

Bei Protesten gegen den Frankfurter Opernball ist es zu Ausschreitungen von Demonstranten gekommen. Dabei seien zahlreiche Polizisten und Passanten verletzt worden, sagte der Pressesprecher der Frankfurter Polizei, Karlheinz Wagner. Demonstranten hätten Steine und Flaschen geworfen. Als die etwa 2200 Gäste des Opernballs, darunter die Schauspielerin Ornella Muti und die ehemalige Schwimmerin Franziska van Almsick, in der Alten Oper eintrafen, waren die Krawalle aber bereits beendet, hieß es weiter. Es könne allerdings sein, dass es später noch einmal unruhig werde, sagte Wagner am Samstagabend. Rund 600 Demonstranten waren ab 16 Uhr zunächst friedlich vom Hauptbahnhof in die Innenstadt gezogen.

200 Teilnehmer randalierten in der Innenstadt

Dem diesjährigen Motto des Balls "Das Leben ist schön - es lebe das Leben" stellten sie ihren Spruch "Her mit dem schönen Leben" entgegen. Als es um 18 Uhr zu Auseinandersetzungen kam, wurde die Demonstration als beendet erklärt. Laut Polizei zogen daraufhin etwa 200 Teilnehmer randalierend durch die Innenstadt. Einsatzkräfte waren seit den Mittagstunden entlang der Marschroute aufgestellt. In den vergangenen beiden Jahren war es nach dem Protestzug zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen linksgerichteten Demonstranten und der Polizei gekommen.

Die Besucher des Opernballs haben pro Karte zwischen 130 und 655 Euro bezahlt. Rund 180 Künstler unterhalten die Gäste, unter ihnen die britische Popsängerin Kim Wilde, die Boney M.-Frontfrau Liz Mitchell und der amerikanische Sänger Al Martino.

DPA / DPA