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Frankreich: Anhaltende Waldbrände an der Côte d'Azur

Die Waldbrände in Südfrankreich weiten sich noch immer weiter aus. Aus ganz Frankreich wurden Feuerwehrleute in das Hinterland der Côte d'Azur entsandt um zu helfen.

Vor dem Hintergrund der sich noch immer ausbreitenden Waldbrände in Südfrankreich werden die Einsatzkräfte weiter verstärkt. Aus ganz Frankreich wurden Feuerwehrleute in das Hinterland der Côte d'Azur entsandt. Auch zusätzliche Löschflugzeuge aus Spanien und Griechenland wurden am Donnerstag erwartet. Gleichzeitig brachte die intensive Fahndung nach Brandstiftern erste Erfolge.

In der bereits schwer betroffenen Region um Draguignan sind seit Montag weitere 2.700 Hektar Nadelbäume und Unterholz abgebrannt. Bei den Löscharbeiten nord-westlich von Marseille wurden nach Angaben der Behörden in Salon-de-Provence von Mittwoch 17 Feuerwehrleute verletzt, zwei von ihnen schwer. Dort waren bis in die Nacht mehr als 700 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Bei Draguignan wurde vorsorglich ein Campingplatz evakuiert. Etwa 1000 Urlauber wurden in Sicherheit gebracht.

Brandstifter inhaftiert

Am Mittwoch wurde ein 30 Jahre alter Pyromane aus Figanières bei Draguignan inhaftiert. Der kommunale Angestellte hat zugegeben, in den letzten Wochen mit Streichhölzern oder Feuerzeugen insgesamt neun Feuer gelegt zu haben. Er habe aus Wut gehandelt, weil er als freiwilliger Feuerwehrmann abgelehnt worden war, sagte er. In Nizza ist ein 25-jähriger Arbeitsloser in Haft, dem vierfache versuchte Brandstiftung in der Umgebung der Stadt angelastet wird. Der Mann könnte nach Angaben aus Justizkreisen mit dem ersten großen Feuer im Maurengebirge zu tun haben, das am 18. Juli 10.000 Hektar Wald vernichtet hatte.

Bisher sind durch die Brände in Südfrankreich und auf Korsika fünf Menschen umgekommen.

DPA