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Großbritannien Junge Frau bekommt wegen ihrer psychischen Erkrankung einen Hund – doch dieser tötet sie

Eine junge Frau wurde in England von ihren Staffordshire Terrier totgebissen 
Eine junge Frau wurde in England von ihren Staffordshire Terrier totgebissen 
© Ben Schonewille/ / Picture Alliance
Eine junge Frau aus Birmingham in England bekam von ihrem Bruder aufgrund ihrer psychischen Probleme einen Hund geschenkt. Eines Tages findet er sie tot auf. Ein Untersuchungsausschuss nahm sich der Sache nun an. 

Eine junge Frau aus Birmingham, England, wurde im Februar 2021 tot im Haus ihres älteren Bruders aufgefunden. Der Mann berichtete, dass er um circa 14 Uhr von der Arbeit zurückgekehrt sei und seine 21-jährige Schwester blutüberströmt auf dem Boden liegend auffand. In der Ecke des Raumes kauerte ein Staffordshire Bullterrier, den der Mann seiner Schwester geschenkt hatte. 

Er hatte den Hund namens Gucci eigentlich gekauft, damit er der jungen Frau über ihre psychischen Probleme hinweghilft. Doch ein Untersuchungsausschuss hat am vergangenen Donnerstag nun festgestellt, dass der Hund sein Frauchen totgebissen haben muss. Das berichtet die BBC. 

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Die Frau nahm Antidepressiva

Die Frau sei laut dem Arzt Dr. Syed Faisal aufgrund ihrer Persönlichkeits- und Angststörung in Behandlung gewesen und habe Antidepressiva genommen. Wegen ihres Zustands habe sie bei ihrem älteren Bruder gelebt, der sich um sie kümmerte und ihr Hund Gucci kaufte, damit er ihr mit ihren psychischen Problemen helfe, bestätigte auch Coroner Rebecca Ollivere gegenüber BBC.

Ein Coroner ist im angelsächsischen Rechtskreis ein Untersuchungsbeamter oder -beamtin, die bei zweifelhaften und unnatürlichen Todesfällen, die Ursache feststellen sollen. Die Beamtin stellte nun abschließend fest, dass die 21-Jährige durch mehrere Verletzungen, die durch den Hund verursacht wurden, zu Tode gekommen sein muss. 

Der Bruder fühlt sich schuldig 

Der Bruder der jungen Frau fühlt sich verantwortlich, denn er habe laut eigener Aussage seine Schwester immer beschützt. Zwar sei der Hund von seinen Vorbesitzern weggegeben worden, weil er einmal gebissen hat, doch in der Familie habe er sich gut integriert und sei gut mit ihm und der Schwester zurechtgekommen. Weiter erzählt der Mann, er habe die beiden noch friedlich im Bett schlafen sehen, als er am Morgen des 5. Februar 2021 das Haus verließ. 

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In der Nacht vor ihrem Tod soll die junge Frau ihrem Bruder noch erzählt haben, dass sie das Gefühl hätte, Gucci würde sie beißen. Er habe jedoch gedacht, dass seine Schwester vielleicht ihre Medikamente nicht nahm und konnte nichts Ungewöhnliches bei Gucci erkennen. Coroner Rebecca Ollivere gestand auch: "Niemand wird jemals wissen, was die tragische Wende in den Ereignissen an diesem Tag verursacht hat." Der Hund wurde nun friedlich eingeschläfert. 

Quelle: BBC

yak

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