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Gallenblase entfernt: Helmut Kohl wieder im Krankenhaus

Kurz vor seinem 80. Geburtstag musste Helmut Kohl erneut mit Beschwerden in eine Heidelberger Klinik. Die Ärzte entfernten dem Altkanzler die Gallenblase. Sein Berliner Büro ließ vermelden: Kohl sei auf dem Wege der Besserung.

Altkanzler Helmut Kohl hat erneut mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Wie am Mittwoch bekannt wurde, ist dem 79-Jährigen in einem Heidelberger Krankenhaus die Gallenblase entfernt worden. Die Leiterin seines Berliner Büros sagte, Kohl habe sich Ende vergangener Woche wegen Beschwerden in die Klinik begeben. Dort habe man die Gallenblase als Ursache festgestellt und sie entfernt.

"Kein dramatischer Eingriff"

In einer Mitteilung seines Büros heißt es, der Eingriff sei komplikationslos verlaufen. Der Altkanzler befinde sich auf dem Weg der Besserung. Er müsse aber noch einige Tage in der Klinik bleiben. Die Sprecherin sagte, es sei keine Not-, sondern eine Routineoperation gewesen. "Es war kein dramatischer Eingriff."

Kohl war bereits 2007 in der Universitätsklinik Heidelberg im rechten Knie ein künstliches Gelenk eingesetzt worden. Nach einem Sturz in seinem Haus in Ludwigshafen Anfang 2008 wurde Kohl ebenfalls in Heidelberg stationär behandelt. Auf dem Gelände des dortigen Reha-Zentrums heiratete der Altkanzler im Mai 2008 auch seine zweite Frau Maike Richter.

Letzter Auftritt im November

Sein bisher letzter großer öffentlicher Auftritt war eine Feierstunde zum 20. Jahrestag des Mauerfalls im vergangenen November. Er redete mit Enthusiasmus über die damalige Zeit, wirkte aber angeschlagen und hatte Mühe, sich zu artikulieren. Wenige Wochen später zeigte Kohl sich bei der Verleihung des Fernsehpreises Bambi nur per Videoeinspielung. Er saß im Rollstuhl in seinem Haus in Ludwigshafen.

DPA / DPA