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Zur Person: Gerda Taro fotografierte die Schrecken des Krieges - bis ein Panzer sie überrollte

Gerda Taro dokumentierte zusammen mit ihrem Partner Robert Capa den spanischen Bürgerkrieg fotografisch. Ihre Aufgabe kostete sie das Leben.

Gerda Taro

Eine Projektion des Fotos "Kriegswaise beim Suppe essen, Madrid" von Gerda Taro im Kunstmuseum in Stuttgart (Archivbild).

Picture Alliance

Gerda Taro wurde am 1. August 1910 als Gerta Pohorylle in Stuttgart geboren. Die Tochter eines jüdischen Kaufmanns verließ Deutschland 1933, nachdem Adolf Hitler Reichskanzler wurde und ging nach Paris. Dort lernte sie den Fotografen Robert Capa kennen, die beiden wurden ein Paar. Außerdem brachte er ihr das Fotografieren bei und sie legte sich das Pseudonym Gerda Taro zu.

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Nachdem Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges im Jahr 1936 begannen die beiden ihre Tätigkeit als Kriegsfotografen und dokumentierten die Gräuel des Konflikts. Dafür reisten sie Hunderte von Kilometern durch das iberische Land, von Barcelona über Madrid nach Toledo. Taro schaffte es schnell, sich neben Capa als eine der ersten weiblichen Kriegsfotografen zu profilieren. Zahlreiche Zeitungen druckten die Bilder des Paares.

Gerda Taro starb mit 27 Jahren

Ihre Profession sollte sie bereits mit 27 Jahren das Leben kosten. Während sie im Juli 1937 die republikanische Offensive in Brunete bei Madrid fotografierte, wurde sie von einem Panzer überrollt und erlag in einem Lazarett ihren schweren Verletzungen. Ihre Fotografien von diesem Tag wurden nie gefunden.

Wie die BBC berichtete, machte sich Capa nach dem tödlichen Unfall Vorwürfe, weil er Gerda Taro zur Fotografie geführt hatte und an dem fraglichen Tag zudem nicht bei ihr gewesen war. 

Während Robert Capa später internationale Berühmtheit erlangte, wurde Gerda Taro nach ihrem Tod zunächst weitgehend vergessen. Erst später, nachdem Werke Capas und Taros wieder auftauchten, befassten sich etliche Ausstellungen und Dokumentationen mit ihrem Leben und Werk:


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