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Bundesagentur für Arbeit: Mehr als 300.000 Flüchtlinge haben Arbeit

Die Integration von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt läuft laut Bundesagentur für Arbeit "ganz gut". Erfolg haben demnach vor allem junge Asylbewerber mit guten Sprachkenntnissen.

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Abdisamed Abdullahi Mohamoud, Flüchtling aus Somalia, will Industriemechaniker werden

DPA

Positive Bilanz vom Arbeits- und Ausbildungsmarkt: Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilt, können immer mehr Flüchtlinge einen Job vorweisen. Mehr als 300.000 Menschen aus den Haupt-Asylländern haben jüngsten Zahlen aus dem Mai zufolge eine Arbeit gefunden. 

"Das läuft alles ganz gut"

Die Erwartungen der BA seien knapp übertroffen worden, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur. "Das läuft alles ganz gut", sagte Scheele. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind 88.000 Asylbewerber mehr in einem Beschäftigungsverhältnis. Die Flüchtlingssituation auf dem Arbeitsmarkt gebe damit keine Veranlassung, schwarz zu malen. Vor allem für junge Asylbewerber sieht BA-Chef Scheele gute Job-Aussichten. 

238.000 der Geflüchteten mit Job - und damit der Großteil - seien sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Das sind Zahlen, die sind gut. Dafür, dass die Menschen aus humanitären Gründen gekommen sind und nicht, um hier einen Job zu finden", sagte Scheele. 482.000 Flüchtlinge seien im Juli bei der BA arbeitssuchend gemeldet gewesen. Darin enthalten sind auch Menschen, die aktuell einen Integrations- und Sprachkurs absolvieren. Gut 187.000 Flüchtlinge waren im Juli arbeitslos gemeldet. Die Zahl ist seit Monaten relativ konstant. 

Junge Flüchtlinge haben bessere Perspektiven

Auch die Ausbildungszahlen zeichnen laut dem BA-Chef ein positives Bild. Knapp 28.000 junge Flüchtlinge haben laut BA inzwischen eine Lehre angefangen, seit Anfang Oktober 2017 haben sich rund 35.000 als Bewerber um einen Ausbildungsplatz bei der BA gemeldet. "Wir haben immer gesagt, dass die, die als Kinder und Jugendliche eingereist sind, bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben", sagte Scheele.

Bei der Flüchtlingsintegration auf dem Arbeitsmarkt bleibe der Spracherwerb der erfolgskritische Faktor. Es sei unrealistisch, zu glauben, man könne in knapp einem Jahr so gut Deutsch lernen, dass es immer für die Berufsschule reiche. Mit den Förderprogrammen sei man derzeit trotzdem ganz zufrieden, sagte Scheele. Doch es könne immer noch mehr gemacht werden.

fri / DPA