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Seltenes Schauspiel Partielle Sonnenfinsternis über Deutschland – wo und wann ist sie am besten zu sehen?

Sonnenfinsternis
Eine Beobachterin sieht sich die letzte partielle Sonnenfinsternis 2015 durch eine Schutzbrille an. Augenärzte warnen dringend vor dem ungeschützten Blick in den Himmel. 
© Sebastian Kahnert/ / Picture Alliance
Am Donnerstag ist über Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Wie sie entsteht, wo es am dunkelsten wird, und was Sie beim Blick in den Himmel beachten müssen, zeigt die stern-Infografik

Am Donnerstag gibt es in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis für etwa zwei Stunden zu sehen. Es ist die erste seit sechs Jahren. Besonders gut ist sie ab etwa 11.20 Uhr im Norden des Landes zu beobachten. "Je weiter im Norden, desto besser", sagte eine Sprecherin des Planetariums Hamburg. Dort wird die Sonne zu etwa 17 Prozent verdeckt, in Kiel zu 19 Prozent, in Flensburg sogar zu 20 Prozent - in München dagegen nur zu rund 6 Prozent. Wie eine Sonnenfinsternis entsteht, zeigt die untenstehende Grafik. Direkt vom Start weg ist die partielle Sonnenfinsternis übrigens möglicherweise je nach Standort kaum wahrnehmbar. Die maximale Verdeckung soll etwa in Hamburg erst gegen 12.34 Uhr zu sehen sein. Mehr Hintergründe finden Sie in der untenstehenden Grafik-Galerie.

Augenärzte warnen: Nicht direkt in die Sonnenfinsternis schauen

Augenärzte warnen davor, sich eine eine Sonnenfinsternis, auch eine partielle, ungeschützt anzusehen. Dies könne zu immensen Schädigungen führen. "Der unmittelbare Blick in das immer noch gleißende Sonnenlicht trotz Finsternis kann zu einem dauerhaften Verbrennungsschaden in der Netzhautmitte führen", wird etwa der Chefarzt der Augenklinik in Neubrandenburg, Christian Karl Brinkmann, in einem Bericht des "RND" zitiert. Ausreichenden Schutz bieten nur im Handel erhältliche Spezialbrillen. Eine Alternative sind sogenannte Lochkameras, die ein Abbild der partiellen Sonnenfinsternis erzeugen. 

Lesen Sie oben: Mit der Frage, "wie war das Wetter", beginnt nicht zwangsläufig nur zäher Small Talk. Für diese Bilder von ungewöhnlichen Wetterphänomenen warteten die Fotografen oft wochenlang auf den perfekten Moment.

rös / Grafik: Andrew Timmins; Text und Recherche: Frank Ochmann

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