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Geständnis: Schlimmster Serienmord in den USA

Er ist verurteilt und sitzt seit 1995 wegen Mordes im Knast: Robert Charles Browne. Der Amerikaner hat jetzt 49 Morde gestanden, die er innerhalb von 25 Jahren begangen haben will.

Ein seit mehr als zehn Jahren wegen Mordes inhaftierter Amerikaner hat sich jetzt zu insgesamt 49 Morden bekannt. Der 53-jährige Robert Charles Browne sagte den Justizbehörden, er habe die Bluttaten zwischen 1970 und dem Jahr seiner Festnahme 1995 begangen. Browne wurde 1995 wegen der Ermordung einer 13-Jährigen im US-Staat Colorado zu lebenslanger Haft verurteilt.

In einem neuen Verfahren hat er sich für schuldig bekannt, vor 19 Jahren eine damals 15-jährige Schülerin ermordet zu haben. Der Aussage Brownes zufolge beging er seinen ersten Mord während seiner Militärzeit in Südkorea im Jahre 1970. Gefolgt seien dann 17 weitere Taten in Louisiana, neun in Colorado, sieben in Texas, fünf in Arkansas, drei in Mississippi, je zwei in Kalifornien, New Mexico und Oklahoma sowie ein weiterer im Staat Washington - insgesamt 49.

"Wir müssen den Spuren nachgehen"

Was Browne zu seinem jetzigen Geständnis bewog, war den Ermittlern zufolge vorerst unklar. Zuvor hatte der Häftling den Justizbehörden Briefe mit kryptischen Hinweisen in poetischer Form zukommen lassen. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen konnten Brownes Angaben zu sechs der Mordfälle inzwischen weitgehend bestätigt werden. Seine Aussage, 49 Morde begangen zu haben, erscheine glaubwürdig, erklärte der Sheriff von El Paso, Terry Maketa: "Kann sein, dass er übertreibt, aber wir können unsere Ermittlungen nicht von dem Gedanken leiten lassen, dass er übertrieben haben könnte. Wir müssen den Spuren nachgehen."

Sollten sich die Angaben bestätigen, gehörte Browne zu den Serienkillern mit den meisten Opfern in der Geschichte der USA. Den notorischen Spitzenrang hielt bislang Gary Ridgway aus Seattle, der sich im Jahre 2003 zu 48 Morden bekannte. Bei seinen Verhören soll er einmal sogar angegeben haben, er habe insgesamt 71 Frauen ermordet.

Jon Sarche/AP / AP