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Wegen Schlechtwetterfront Extreme Kälte in Griechenland lässt 370.000 Fische sterben

Fischerboote an einem eingeschneiten Ufer
Fischerboote am eingeschneiten Ufer in Euböa. Der heftige Wintereinbruch in Griechenland hat Hundterttausenden Fischen das Leben gekostet. (Symbolfoto)
© Wassilis Aswestopoulos / Imago Images
Der starke Wintereinbruch in Griechenland hat Hunderttausenden Fischen das Leben gekostet. Rund 370.000 Fische sind der extremen Kälte in einer Lagune zum Opfer gefallen.

In Griechenland sind eisige Temperaturen und Schnee auch im Winter eher ungewöhnlich – besonders in den südlicheren Regionen des Landes. So hat die Schlechtwetterfront "Elpis" die Natur an der nordwestlichen Hafenstadt Igoumenitsa eiskalt überrascht.

Dort sind die meisten Fische einer Fischzucht, die ungefähr 370.000 Fische hielt, aufgrund der starken Kälte gestorben. Das berichtet das Lokalmedium "Thespro". Laut dem Nationalen Observatorium Athen handelte es sich um zwölf verschiedene Fischarten. Veröffentlichte Fotos zeigen Schwärme verendeter Fische im Wasser.

Vor zehn Jahren hatte es einen solchen Vorfall schon mal gegeben. Zu dem tragischen Fischtod kommt es, wenn in Kombination mit niedrigen Temperaturen starker Wind Wasser aus der Lagune spült, statt Wasser aus dem angrenzenden Meer in die Lagune zu spülen. Ichthyologen sollen nun den entstandenen Schaden der einzigen dort ansässigen Fischzucht ermitteln.

Besserung nach Winterwetter in Griechenland

In weiten Teilen Griechenlands war es am Montag infolge eines heftigen Wintereinbruchs zu extrem niedrigen Temperaturen und starken Schneefällen gekommen. Es schneite sogar auf der südlichen Insel Kreta. Autofahrer auf der Athener Ringautobahn mussten wegen der schlechten Verkehrsbedingungen aus ihren Fahrzeugen befreit werden, es kam zu Stromausfällen und Einschränkungen am Athener Flughafen. 

Griechenland hat daraufhin für mehrere Regionen, darunter Attika und einige Inseln, einen Schnee-Lockdown für Dienstag und Mittwoch verhängt, bei dem lediglich Supermärkte, Apotheken und Tankstellen öffnen dürfen. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nach dem Feiertagsfahrplan. Behörden etwa bleiben geschlossen, der Schulunterricht findet von zu Hause aus statt.

Inzwischen ist das eisige Winterwetter nun größtenteils abgezogen. Der Griechische Wetterdienst EMY prognostiziert für Mittwoch einen Temperaturanstieg auf maximal sieben bis neun Grad. Am Donnerstag legen die Temperaturen noch ein wenig zu: Es werden sechs bis neun Grad im Norden des Landes erwartet, ansonsten neun bis elf Grad.

Quellen:Thespro, EMY, APE-MPE, mit Material der DPA


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