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Herford, Nordrhein-Westfalen Mediziner kollabiert in Corona-Abstrichstelle - und stirbt

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht (Archivfoto)
Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht (Archivfoto)
© Boris Roessler / DPA
Ein Mediziner, der in einer Abstrichstelle im nordrhein-westfälischen Herford geholfen hatte, ist nach einem Zusammenbruch verstorben. Als Todesursache wird ein Herzinfarkt vermutet.

Ein Notfalleinsatz am Montag in einer Abstrichstelle für Tests auf das neuartige Coronavirus hat ein tragisches Ende genommen. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsteams, welches in Herford in Nordrhein-Westfalen arbeitet, ist am Vormittag während der Arbeit kollabiert, wie der Kreis Herford in einer Pressemitteilung berichtet. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor hatte die "Neue Westfälische" berichtet. 

Arzt war in Herford im Ruhestand 

Trotz Reanimationsversuchen sei er im Klinikum Herford verstorben. Bei dem Mann handele es sich um einen Arzt, der sich freiwillig aus dem Ruhestand gemeldet hatte, um bei der Arbeit zu unterstützen, sagte eine Sprecherin des Kreises dem stern.

Nach Angaben des Kreises ist die Todesursache noch ungeklärt, vermutlich sei der Mann an einem Herzinfarkt verstorben. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abstrichstelle sowie die gesamte Kreisverwaltung trauern um den engagierten Mediziner, das Mitgefühl gehört den Angehörigen des Verstorbenen", heißt es in der Mitteilung.

Die zentrale Abstrichstelle für den Kreis Herford war erst am 17. März in Betrieb genommen worden. Auf dem Gelände des Schwimmbades H2O könnten jeden Tag – auch am Wochenende – von 10 bis 16 Uhr Abstriche genommen werden, so eine Mitteilung des Kreises. Menschen, die an die Abstrichstelle verwiesen wurden, könnten dort mit dem Auto auf das Gelände fahren und von einem Arzt auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden – ohne dabei aus dem Auto auszusteigen.

rw

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