Unglück in Hessen
Drei Tote durch mutmaßlichen Unfall in Lederfabrik

Einsatztkräfte sind in Runkel, Hessen im Einsatz
Einsatzkräfte sind im Runkel in Hessen im Einsatz. Bei einem Unglück in einer Lederfabrik und Pelzgerberei in Runkel sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.
© Sascha Ditscher / DPA

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In einer Fabrik im Ort Runkel in Mittelhessen kommen mehrere Menschen ums Leben, weitere werden verletzt. Vieles ist noch unklar.

Bei einem Unglück in einer Lederfabrik und Pelzgerberei im hessischen Runkel sind drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Männer seien schwer verletzt und mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht worden, teilte das Landesinnenministerium mit. Die Verletzten schweben nach offiziellen Angaben in Lebensgefahr. Rund 150 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und Gefahrenabwehr waren zeitweise im Einsatz.

Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gehen die Behörden davon aus, dass es in der Grube der Gerberei zu einer Kohlenmonoxidvergiftung gekommen sei, die zum Tod der Arbeiter geführt habe. Nach ersten Erkenntnissen waren sie nacheinander in die Grube gestiegen und dort verunglückt. 

Unfall in Lederfabrik in Hessen: Keine Gefahr für die Bevölkerung

Es seien keine giftigen Stoffe aus der Grube ausgetreten. Die Toten und Verletzten seien am späten Nachmittag aus einer Auffangklärgrube der Gerberei geborgen worden. Sie waren von einem Mitarbeiter der Firma gefunden worden. Mit welchen Chemikalien sie genau in Berührung gekommen seien, müsse noch ermittelt werden.

Roman Poseck (l, CDU), Minister des Inneren, für Sicherheit und Heimatschutz in Hessen, kommt an den Ort des Unglücks
Roman Poseck (l, CDU), Minister des Inneren, für Sicherheit und Heimatschutz in Hessen, kommt an den Ort des Unglücks
© Sascha Ditscher / DPA

Da in dem betroffenen Betrieb mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet werde, würden die Einsatzkräfte, die unmittelbar mit den verletzten Personen in Kontakt standen, dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt. Davon sind nach derzeitigem Stand etwa 45 bis 50 Einsatzkräfte betroffen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert und um weitere Informationen ergänzt.

DPA
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