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Friedenspreis für "Polit-Putzfee" Diese Frau entfernte 100.000 Nazi-Schmierereien


Irmela Mensah-Schramm ärgerte sich über rechtsextreme Parolen, dann ging sie in den Widerstand - und entfernte mehr als 100.000 Hass-Sprüche. Nun wurde die Berlinerin für ihr Engagement ausgezeichnet.

Sie entfernte rund 100.000 rechtsextreme Schmierereien und Nazisymbole - dafür ist Irmela Mensah-Schramm mit dem Göttinger Friedenspreis 2015 geehrt worden. Die ehemalige Erzieherin und Heilpädagogin an einer Berliner Schule für geistig Behinderte nahm die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstag in Göttingen entgegen.

Ihr sei irgendwann klar geworden, dass Hass-Sprüche nicht dadurch verschwinden, dass man sich über sie ärgere, sagte die als "Polit-Putze" bekanntgewordene Frau. Deshalb sei sie gezielt und kontinuierlich dagegen vorgegangen.

Mit dem Preis werde Mensah-Schramms langjähriger, mutiger und herausragender praktischer Einsatz für Frieden, Demokratie und Menschenrechte gewürdigt, heißt es in der Verleihungsurkunde. Sie habe durch ihre Aktivitäten ein Zeichen gesetzt. Der Göttinger Friedenspreis wird jährlich von der Stiftung Roland Röhl verliehen. Er erinnert an den 1997 gestorbenen Wissenschaftsjournalisten Roland Röhl, der sich mit Konfliktforschung befasst hatte.

she/DPA DPA

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