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Gedenkstättenschändung "Wir sind entsetzt": Unbekannte hinterlassen Hakenkreuze und rechtsextreme Symbole beim KZ Buchenwald

Unbekannte hinterlassen Hakenkreuz-Schmierereien beim ehemaligen KZ Buchenwald
Menschen stehen unter dem ehemaligen Lagertor des Konzentrationslagers Buchenwald
© Bodo Schackow / DPA
Die Ermittlungen gegen Unbekannte, die rechtsextreme Symbole nahe des ehemaligen KZ's Buchenwald hinterlassen haben, laufen. Die Schmierereien wurden bereits entfernt.

Unbekannte haben mehrere Hakenkreuze auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Buchenwald in Thüringen geschmiert. Die Schmierereien wurden am Donnerstagabend auf zwei Verkehrszeichen an einem Parkplatz der Gedenkstätte sowie auf einem Lageplan entdeckt, wie die Polizei in Jena am Freitag berichtete. Mit schwarzer und gelber Farbe hätten die Täter zudem weitere rechtsextreme Symbole hinterlassen. "Wir sind entsetzt", twitterte die Stiftung Gedenkstätten Buchenwwald und Mittelbau-Dora.

Trotz umgehend eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnten die Täter den Angaben zufolge nicht ergriffen werden. Die Schmierereien wurden sofort entfernt. Die Polizei ermittelt. Zuletzt waren wiederholt Gedenkbäume nahe dem einstigen KZ beschädigt und zerstört worden.

Die Gedenkstätte Buchenwald erinnert an die etwa 56.000 Menschen, die dort in der NS-Zeit getötet wurden. Insgesamt kamen mehr als 76.000 Männer, Frauen und Kinder in den Lagern Buchenwald und Mittelbau-Dora, das ebenfalls in Thüringen liegt, durch die Nationalsozialisten zu Tode. Mehr als 340.000 Menschen aus ganz Europa wurden in die Lager und ihre Außenlager verschleppt. Am 11. April 1945 wurde das bei Weimar gelegene Lager von US-Truppen befreit. 

cl AFP

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