Italien Flugzeugentführung war Fehlalarm


Nach einem angeblichen Fehlalarm über eine Entführung haben italienische Kampfflugzeuge ein Flugzeug der Gesellschaft Air Berlin bis zur Landung in Rom begleitet. Anti-Terror-Einheiten stürmten den Flieger.

Nach einem angeblichen Fehlalarm über eine Entführung haben italienische Kampfflugzeuge am Dienstag ein Flugzeug der Gesellschaft Air Berlin bis zur Landung auf dem römischen Flughafen Ciampino begleitet. Medienberichten zufolge ging ein vom Piloten versehentlich ausgelöster Alarm ein, als sich die Boeing 737 über Pavia in Norditalien befand. Daraufhin stiegen zwei Kampfjets vom Typ F-16 auf.

Keiner Schuld bewusst

Ein Sprecher der Fluggesellschaft dementierte, dass der Pilot einen Fehlalarm ausgelöst habe. "Es gab weder technische noch menschliche Probleme an Bord", sagte Peter Hauptvogel. Der Pilot sei über dem Flughafen Ciampino vom Tower in Warteschleifen geschickt worden. Als er sich nach vier Runden mit Hinweis auf seinen Treibstoffverbrauch erkundigt habe, warum er nicht landen könne, sei er von den Kampfjets eskortiert worden. Das Flugzeug sei dann im militärischen Teil des Flughafens gelandet.

Mehrere Stunden warten

Daraufhin seien schwer bewaffnete Polizisten an Bord gestürmt, sagte der Sprecher. Das Flugzeug sei bis in den letzten Winkel durchsucht worden. Die 124 Passagiere hätten mehrere Stunden an Bord verharren müssen. Hauptvogel sagte, die Polizisten hätten auch keine Erklärung über ihr Eingreifen abgegeben, sondern lediglich die Papiere des Piloten verlangt. Das Flugzeug war am Dienstagmorgen in Nürnberg gestartet.


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