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Erschütternde Statistik: Kleinkinder töten in den USA mehr Menschen als Terroristen

Durch die lockeren Waffengesetze sind Schusswaffen in US-Haushalten nicht selten Alltagsgegenstände. Doch geraten sie versehentlich in Kinderhände, werden sie zu einer tödlichen Gefahr.

Ein Kind greift nach einer Waffe auf einem Tisch

Ein Kind greift nach einer Waffe auf einem Tisch. In den USA sind durch Schusswaffen in Kinderhand in diesem Jahr bereits 23 Menschen gestorben.

Ende April auf einem Highway in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin: Ein zwei Jahre alter Junge sitzt auf dem Rücksitz eines Autos. Seine Mutter fährt, außerdem sind noch die Oma und der kleine Bruder des Jungen im Wagen. Unter dem Fahrersitz liegt eine Schusswaffe, die während der Fahrt nach hinten rutscht. Der Zweijährige hebt die Waffe auf und drückt ab. Die Kugel durchschlägt den Fahrersitz und trifft die Mutter. Für die 28-Jährige kommt jede Hilfe zu spät. Sie stirbt an den Verletzungen. Woher die Waffe stammt? Wahrscheinlich gehört sie dem Freund des Opfers, der als Sicherheitsmann arbeitet. Warum Sie hingegen offen im Wagen lag, ist ungeklärt.

Traurige Quote: Mindestens ein Opfer pro Woche

Erschütternde Fälle wie dieser sind in den USA alles andere als selten. Wie die "Washington Post" schreibt, sind im laufenden Jahr bereits 23 Menschen von Kleinkindern erschossen worden. Das ergibt die traurige Quote von mehr als einem Schussopfer pro Woche. Und in dieser Statistik sind die Fälle, in denen das Hantieren von Kleinkindern mit Schusswaffen nicht zum Tod eines Menschen führte, noch nicht einmal enthalten. In den Vereinigten Staaten sind die Gesetze für Waffenbesitz bekanntlich recht locker, in vielen Haushalten gehören Schusswaffen zum Inventar. In den meisten tödlichen Fällen erschießen sich die Kinder versehentlich selbst mit den Waffen ihrer Eltern, die irgendwo herumlagen. 

Auch wenn es absurd klingt: Waffen in Kinderhand stellen damit  - rein statistisch gesehen - eine größere Bedrohung dar als manch andere Gefahr. So wird der (höchst wahrscheinliche) republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump beispielsweise nicht müde, ein generelles Einreiseverbot für Muslime zu fordern, da er in ihnen potenzielle Terroristen sieht. Bei Forderungen nach strengeren Gesetzen für Waffenbesitz läuft seine Partei dagegen regelmäßig Sturm. Übrigens: Die Zahl der Menschen, die in diesem Jahr in den USA bislang von muslimischen Terroristen getötet wurden, beträgt: null.