Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon. Die USA greifen mutmaßliche Minenleger in der Straße von Hormus an. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Yannik Schüller
Hier die aktuell wichtigsten Meldungen:
- Die iranischen Streitkräfte greifen Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen an.
- Die USA haben 16 iranische Minenleger nahe der Seestraße von Hormus angegriffen.
- Irans Polizeichef warnt die Bevölkerung mit drastischen Worten: Jeder Demonstrant werde als Feind angesehen. „Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug“.
- Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon – die Angst vor einer Bodenoffensive wächst.
- Die Bundesregierung will Ölreserven freigeben und Spritpreis-Anstieg bremsen – Spritpreise sollen künftig nur noch einmal am Tag erhöht werden dürfen
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Thomas Krause
Eine Iran-nahe Hackergruppe beansprucht einen Cyberangriff auf den US-Medizintechnikkonzern Stryker für sich. Die Gruppe Handala schreibt im Onlinedienst X von einem Vergeltungsschlag für den „brutalen Angriff“ auf eine iranische Grundschule mit womöglich mehr als 150 Toten vom 28. Februar. Den Hackern zufolge wurden bei der Cyberattacke mehr als 200.000 Systeme lahmgelegt.
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Thomas Krause
Die US-Armee warnt die iranische Bevölkerung vor möglichen Angriffen auf Häfen entlang der Straße von Hormus. Das US-Militärkommando für den Nahen Osten (Centcom) ruft Zivilisten auf, alle Hafenanlagen an der Meerenge umgehend zu meiden, in denen iranische Seestreitkräfte operierten, wie es in einer im Onlinedienst X verbreiteten Erklärung heißt.
Der Iran nutze „zivile Häfen entlang der Straße von Hormus für militärische Operationen, die den internationalen Schiffsverkehr bedrohen“, hieß es in der Centcom-Erklärung. „Zivile Häfen, die für militärische Zwecke genutzt werden, verlieren ihren Schutzstatus und werden nach dem Völkerrecht zu legitimen militärischen Zielen.“ Die US-Streitkräfte könnten die Sicherheit von Zivilisten deshalb nicht gewährleisten.
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Thomas Krause
Das israelische Militär gibt einen Evakuierungsbefehl für die Vororte im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut aus. Die Bewohner sollten die Bewohner sollten ihre Häuser verlassen und bis auf weiteres nicht zurückkehren, teilt das Militär auf X mit. Der Süden Beiruts ist eine Hochburg der radikal-islamischen Hisbollah, die mit dem Iran verbündet ist.
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Kai Müller
IEA will wegen Iran-Kriegs Rekordmenge Ölreserven freigeben
Die Internationale Energieagentur IEA will als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer der Agentur 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer in Paris veröffentlichten Mitteilung heißt.
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Yannik Schüller
Irans Militärführung bezeichnet jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Straße von Hormus als legitimes Ziel von Angriffen.
„Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Straße von Hormus transportiert wird", sagt ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.
„Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Straße von Hormus transportiert wird", sagt ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam Al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt.
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Yannik Schüller
Spanien hat angesichts der angespannten Beziehungen zu Israel seine Botschafterin in Tel Aviv, Ana Salomón, von ihrem Posten abberufen.
Spanien ist seit Jahren einer der schärfsten europäischen Kritiker der in Teilen rechtsextremen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Regierung in Madrid hat Palästina als Staat anerkannt, Regierungschef Pedro Sánchez warf Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor. Zudem verhängte Spanien Sanktionen gegen Israel.
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Yannik Schüller
Der Krieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt.
„Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist“, sagt Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
„Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist“, sagt Katz nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
Die überlebende iranische Führung fliehe „wie Mäuse in die Tunnel, genau wie die Hamas-Führung im Gazastreifen“. Er behauptete, die Leichenkühlanlagen in Krankenhäusern im Iran seien „voll mit Tausenden Mitgliedern der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen". Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Anna Aridzanjan

Der neue Oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, ist nach Einschätzung israelischer Geheimdienste bei gemeinsamen Angriffen Israels und der USA leicht verletzt worden. Dies sei der Grund, warum er nicht in der Öffentlichkeit gesehen werde, sagt ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
Der 56-Jährige war am Montag vom Expertenrat zum neuen politischen und geistlichen Oberhaupt des Irans gewählt worden. Er folgte seinem Vater Ajatollah Ali Chamenei nach, der gleich zu Beginn des Krieges am 28. Februar getötet wurde.
Der 56-Jährige war am Montag vom Expertenrat zum neuen politischen und geistlichen Oberhaupt des Irans gewählt worden. Er folgte seinem Vater Ajatollah Ali Chamenei nach, der gleich zu Beginn des Krieges am 28. Februar getötet wurde.
dpa
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Anna Aridzanjan

Spritpreiserhöhungen in Deutschland nur noch einmal pro Tag
Wirtschaftsministerin Reiche hat es jetzt auch angekündigt: Deutschland wird sich an einer international koordinierten Freigabe von Erdöl und Öl-Produkten aus nationalen Reserven beteiligen, um die Preisanstiege an den internationalen Märkten seit Beginn des Iran-Krieges zu dämpfen.
Katherina Reiche sagt auch: Spritpreiserhöhungen wird es in Deutschland jetzt nur noch einmal am Tag geben. Dieses Modell wolle die Bundesregierung so rasch wie möglich einführen, sagte die Wirtschaftsministerin (CDU) in Berlin.
Die Gasversorgung in Deutschland sei aber gesichert, erklärte die Ministerin. Die Gasspeicher seien zu 21 Prozent gefüllt, und die Abhängigkeit von Gas aus der Golfregion sei mit weniger als vier Prozent sehr gering.
Katherina Reiche sagt auch: Spritpreiserhöhungen wird es in Deutschland jetzt nur noch einmal am Tag geben. Dieses Modell wolle die Bundesregierung so rasch wie möglich einführen, sagte die Wirtschaftsministerin (CDU) in Berlin.
Die Gasversorgung in Deutschland sei aber gesichert, erklärte die Ministerin. Die Gasspeicher seien zu 21 Prozent gefüllt, und die Abhängigkeit von Gas aus der Golfregion sei mit weniger als vier Prozent sehr gering.
Imago Images
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Yannik Schüller
Deutschland gibt wegen Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei
Deutschland gibt nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die durch den Krieg deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise, die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.
Wie das „Handelsblatt“ aus Regierungskreisen erfahren hat, schlägt die Internationale Energieagentur (IEA) ihren Mitgliedsstaaten eine Freigabe von bis zu 400 Millionen Barrel Rohöl vor. Das würde die bisherige Höchstmenge von 182 Millionen Barrel zu Beginn des Ukrainekriegs deutlich übertreffen. 400 Millionen Barrel entsprächen in etwa der Menge, die vor dem Krieg innerhalb von 20 Tagen durch die Straße von Hormus transportiert wurde. Weiter heißt es, dass 19,5 Millionen davon aus den deutschen Reserven kommen sollen. Das wäre rund ein Fünftel der Vorräte hierzulande.
Deutschland hält strategische Ölreserven für mindestens 90 Tage, um Versorgungsstörungen auszugleichen. Mit diesen sogenannten strategischen Ölvorräten könnte laut Bundeswirtschaftsministerium für drei Monate ein vollständiger Ausfall aller Importe ausgeglichen werden. Verantwortlich ist der Erdölbevorratungsverband (EBV), der Rohöl und Mineralölerzeugnisse (Benzin, Diesel, Kerosin) lagert.
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Yannik Schüller
Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon
Angesichts des fortwährenden Konflikts mit der libanesischen Hisbollah-Miliz verlegt die israelische Armee Truppen aus dem Gazastreifen an die Grenze zum Libanon. Nach einer Lagebewertung habe Generalstabschef Ejal Zamir die Verstärkung des Nordkommandos angeordnet. Die Golani-Brigade soll daher vom Süden in den Norden verlegt werden. Im Libanon herrscht die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive Israels in dem Land.
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Yannik Schüller
Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an
Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagt der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigen mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen.
Israels Armee teilt mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hieß es in einer Mitteilung.
Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gehen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. In der Bekaa-Ebene wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt.
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Yannik Schüller
Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank droht Irans Militärführung mit Vergeltung.
Mit dieser „illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg“ habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtet der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.
Mit dieser „illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg“ habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtet der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.
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Yannik Schüller
Der neue oberste Anführer des Irans, Modschtaba Chamenei, ist trotz Verletzungen infolge der US-israelischen Angriffe auf den Iran „wohlauf“. Dies gibt der Sohn des iranischen Präsidenten Jussef Peseschkian im Onlinedienst Telegram bekannt.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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