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Er hielt ihn warm bis Hilfe kam Kroatien: Hund rettet verletzten Wanderer vor dem Erfrieren

Hund North liegt zusammen mit Brkic auf einer Trage des Rettungsdienstes
Fast 13 Stunden lang wärmte North den verletzten Grga Brkic. Beide konnten schlussendlich gerettet werden
© Screenshot Facebook: Hrvatska Gorska Služba Spašavanja
Es könnte eine Szene aus einem Film sein: In Kroatien hat ein Hund einem verletzten Wanderer das Leben gerettet, indem er ihn wärmte bis Hilfe eintraf. Beide konnten schlussendlich gerettet werden.

"Der beste Freund des Menschen" – so ausgelutscht die Beschreibung für Hunde ist, so wahr ist sie in dieser Geschichte: In Kroatien hat ein Hund einen verletzten Wanderer über 13 Stunden lang gewärmt, bis beide gerettet werden konnten. Wie "The Guardian" mit Berufung auf lokale Medien berichtet, habe sich der Vorfall am vergangenen Wochenende im kroatischen Dinariden-Gebirge ereignet. 

Demnach soll Grga Brkic zusammen mit zwei Freunden zu einer Wanderung aufgebrochen sein. Bei einem Sturz fiel er so unglücklich, dass seine Begleiter ihn nicht erreichen konnten. Brkic verletzte sich dabei so schwer, dass er es nicht aus eigener Kraft schaffte, zurück auf den Wanderpfad zu gelangen. Die Freunde riefen um Hilfe. 

Hund erkennt sofort die Lage und wärmt verletzten Wanderer

Als Ersthelfer trafen ein weiterer Wanderer mit seinem acht Monate alten Alaskan Malamute "North" ein. Dieser erkannte offenbar gleich die Lage und kroch zu Brkic, um ihn retten – bei eisigen Temperaturen.

Wie die kroatische Bergwacht in einem Facebook-Post erklärt, habe North sich um den Verletzten gerollt und ihn so gewärmt. Knapp 30 Helfer der Bergwacht fanden Brkic zusammen Arm in Arm mit North an der Unfallstelle – fast 13 Stunden nach dem Unglück. 

Auf Facebook kommentierten die Retter: "Die Freundschaft und Liebe zwischen Hund und Mensch kennt keine Grenzen". Dazu posteten sie ein Bild von Brkic zusammen mit North auf einer Trage.

North überstand den Zwischenfall unbeschadet

"Die Minuten und Sekunden bevor die Helfer eintrafen sind so langsam vergangen", sagte Brkic kroatischen Medien. Der Hund sei ein wahres Wunder, jubelte Norths Besitzer im Gespräch mit der Lokalzeitung "Jutarnji List". Der Hund selbst habe den Zwischenfall unbeschadet überstanden. 

So (herz)erwärmend Norths Einsatz auch war: die kroatische Bergwacht rät ausdrücklich davon ab, Hunde mit auf Wandertouren zu nehmen. Ganz besonders, wenn die Bedingungen ähnlich schlecht sind und spezielle Ausrüstung erforderlich ist. 

Quellen: Facebook Post, "The Guardian"


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