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Netzhit aus Arizona: So sah die Lama-Flucht aus der Luft betrachtet aus

Zwei Lamas reißen aus und verursachen ein Verkehrschaos. Auf ihrer Flucht liefern sie sich ein filmreifes Wettrennen mit der Polizei von Sun City und werden dafür im Netz gefeiert.

Lamas mit der Hand zu fangen, ist ein ziemlich ambitioniertes Vorhaben. Polizisten aus Sun City im US-Bundesstaat Arizona haben es trotzdem versucht und sich dabei von zwei besonders eigensinnigen Exemplaren vor laufenden Kameras vorführen lassen. Dutzende Polizisten und andere Helfer hielten die Zotteltiere - ein schwarzes und ein weißes - in Atem und avancierten mit ihrer spektakulären Flucht in den USA zu Internet-Stars.

US-Medien übertrugen aus Hubschraubern gefilmte Live-Bilder der wilden Jagd, bei der die Kamele immer wieder überraschend Haken schlugen und über Straßen, Parkplätze und Rasenflächen rannten. Über den Kurznachrichtendienst Twitter wurde ein Video aus Sun City, einem Vorort von Phoenix, rasend schnell verbreitet. Unter Stichworten wie #llamas, #teamllama und #llamadrama wurde die Flucht der zotteligen Huftiere kommentiert.

Die Internetgemeinde zeigt sich amüsiert über die Geschichte und knüpft sogar Verbindungen zum zweiten aktuellen Web-Hype, der weltweiten Diskussion um ein blau-schwarzes Kleid. "Ich bin sicher, die Lamas waren schwarz und blau", schreibt ein User.

"Welche Farben haben diese Lamas?", kommentiert ein anderer User das Video.

Auch der US-Unterhaltungskonzern Disney äußerte sich zu der wilden Jagd und verbreitete die Zeichnung eines aufsässig schauenden Lamas mit dem Kommentar "Lama Drama". Für die beiden Lamas wurde sogar ein eigenes Twitter-Konto eingerichtet: "Wow. Wir sind berühmt.", heißt es dort. "Danke an die Lamas, dass sie allen geholfen haben, kurz zu vergessen, dass wir alle eines Tages sterben werden", schrieb ein Twitter-Nutzer. "Wer auch immer gesagt hat, dass Nachrichtenfernsehen schlecht ist, hat heute Nachmittag nicht die Lama-Bilder gesehen", kommentierte ein anderer. Das Football-Team Arizona Cardinals scherzte auf Twitter, es habe mit den Lamas einen Jahresvertrag geschlossen: "Jedes Lama wird 2340 Pfund Heu verdienen."

Wie die Polizei mitteilte, konnten die Lamas schließlich gestoppt und in einen Transporter verladen werden. Zunächst sei das schwarze Lama mit einem Lasso gefangen worden. Danach habe auch sein weißer Gefährte in die Ecke gedrängt aufgegeben. Die Tiere waren ausgebüxt, weil die quietschende Tür ihres Transporters sie erschreckt hatte, wie Brandon Jones von der örtlichen Polizei den Lokalmedien sagte. Sie waren demnach zu einem früheren Lama-Züchter gebracht worden, um den Mann im Rahmen einer Tiertherapie aufzuheitern. Ein drittes Lama, das mit von der Partie war, beteiligte sich nicht an der Flucht.

jek