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Blau-schwarz oder weiß-gold?: Dieses Kleid verwirrt die Internet-Gemeinde

Unglaublich, was da gerade im Internet abgeht: Seitdem ein User auf der Plattform Tumblr das Foto eines Kleides hochgeladen hat, diskutiert die ganze Welt über dessen Farbe.

Es darf gestritten werden: Ist dieses Kleid scharz-blau oder gold-weiß?

Es darf gestritten werden: Ist dieses Kleid scharz-blau oder gold-weiß?

Man sollte meinen, es gibt wichtigere Dinge, als darüber zu streiten, welche Farbe ein Kleid hat. Oder auch nicht! Denn seit ein User namens "Swiked" bei Tumblr das Foto eines Kleides gepostet hat, diskutieren Menschen weltweit über dessen Farbe.

"Ich habe mir gerade das hier angesehen, es ist offensichtlich blau und schwarz, aber alle meine Freunde sagen, es wäre weiß und goldfarben. Jetzt bin ich super verwirrt. Was seht ihr?", fragt "Swiked" und stellt klar: "Wenn das nicht gold ist, war mein ganzes Leben ein Lüge."

Seit dem Post diskutiert sich die Internetgemeinde einen Wolf. Unter Hashtags wie #WhiteandGold oder #blackandblue entbrennt eine Mega-Debatte, die ihresgleichen sucht. IS, Griechenland-Krise, Krieg in der Ukraine? Alles unwichtig! Einzig die Frage nach der Farbe des Kleides muss geklärt werden. Auf Facebook formieren sich sogar ganze Gruppen zu dem Thema.

Aber welche Farbe hat denn nun das Kleid? Und wieso gehen die Meinungen darüber so weit auseinander?

Welche Farbe hat das Kleid Ihrer Meinung nach?

Das Portal "Buzzfeed" vermutet, dass die Augen die schlechten Lichtverhältnisse auf dem Bild zu kompensieren versuchen und deshalb unterschiedliche Meinungen zustande kommen.

Das US-Magazin "Vice" schickte den Tumblr-Link an Dr. Jay Neitz, einen Wissenschaftler, der seit 35 Jahren Farbwahrnehmung erforscht. Seiner Meinung nach könnte es mit dem Alter zusammenhängen. "Die Linse im Auge verändert sich im Laufe des Lebens und man ist weniger empfindlich gegenüber blauem Licht, wenn man älter ist."

Auf der Suche nach der Antwort durchstöbern einige Kommentatoren sogar Online-Shops nach dem Kleid, um einen anderen Blickwinkel zu finden.

Ein User schreibt: "Verbreitet das, bis es die Nasa erreicht, wir müssen Antworten finden." Und dann gibt es welche, die Farbkorrekturen mit Photoshop vornehmen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Und auch Prominente wie US-Sängerin Taylor Swift schalten sich in die Diskussion ein: "Ich verstehe diese seltsame Debatte nicht und ich habe das Gefühl es ist irgendein Trick. Ich bin verwirrt und ängstlich. P.S.: es ist offentlichtlich blau und schwarz"

BBC-Trending hat eine Karte getwittert, auf der zu sehen ist, wo überall in der Welt Tweets zu diesem Thema abgesetzt wurden.

Inzwischen ist klar, das Kleid ist tatsächlich blau und schwarz. Caitlin McNeill, die das Bild auf Tumblr gepostet hat, erzählte "Buzzfeed", dass es auf der Hochzeit einer Freundin getragen worden sei. Sie selbst habe zunächst nur ein Foto gesehen und angefangen, mit ihren Freunden über die Farben darauf zu diskutieren. Und mit ihr die ganze Welt ...

jek
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?