HOME

Katastrophe in Duisburg: Loveparade-Veranstalter sagt im Prozess aus - und hat eine Botschaft an die Angehörigen

Auf diesen Zeugen hat man lange gewartet. Bevor Rainer Schaller allerdings über seine Eindrücke der Loveparade-Katastrophe von Duisburg spricht, wendet er sich an die Hinterbliebenen.

Rainer Schaller während seiner Aussage im Loveparade-Prozess in der Außenstelle des Landgerichts Duisburg

Rainer Schaller im Gerichtssaal der Außenstelle des Landgerichts Duisburg. Hier wurde der Loveparade-Prozess fortgesetzt.

DPA

Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller hat im Strafprozess den Angehörigen der Opfer erneut sein Beileid ausgesprochen. Alles Leid, das die Angehörigen erlebten, "ist auf meiner Veranstaltung passiert", sagte der Fitnessketten-Unternehmer am Dienstag in Düsseldorf im Loveparade-Prozess vor seiner eigentlichen Zeugenaussage. "Es ist selbstverständlich, dass ich die moralische Verantwortung übernehme", bekräftigte er ein weiteres Mal.

Er hoffe, dass der Prozess Aufklärung bringe. Der 49-Jährige aus Berlin ist als Zeuge geladen. Er soll an drei Tagen umfassend seine Eindrücke schildern. Er ist Inhaber der Loveparade-Veranstalterin Lopavent.

21 Loveparade-Besucher starben in Duisburg

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg waren im Gedränge 21 Menschen gestorben, Hunderte waren verletzt worden. Der Prozess gegen sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Beschäftigte des Veranstalters Lopavent hatte im Dezember begonnen.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem fahrlässige Tötung vor. Aus Platzgründen findet der Prozess in einer Kongresshalle in Düsseldorf statt.


sve / DPA