VG-Wort Pixel

Neustadt am Rübenberge Mann erhält sieben Strafanzeigen in einer Nacht und randaliert auf Polizeiwache

Schild an einer Polizeiwache.
Nach seinem Wutausbruch auf der Polizeiwache, gab der Mann zu unter dem Einfluss von Kokain gestanden zu haben (Symbolbild)
© Hauke-Christian Dittrich / DPA
Ein 37-Jähriger Mann hat sich am Freitagabend sieben Strafanzeigen auf einen Streich eingehandelt. Der Neustädter randalierte auf der Polizeiwache, griff Beamte an und zerstach die Reifen der Dienstwagen.

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle bei RTL.de.

Dieser Vorfall eskaliert schnell und heftig: Am Freitag (14.05.) muss ein Mann aus Neustadt zur Polizei, weil sein 19-jähriger Sohn verdächtigt wird, mit einem gestohlenen E-Scooter gefahren zu sein. Der 37 Jahre alte Erziehungsberechtigte ist laut Polizeiangaben zu dem Zeitpunkt schon aggressiv. Im Anschluss verstößt der Mann mehrmals gegen das Gesetz, wird festgenommen, am Ende des Tages ist er aber wieder frei.

Vier Anzeigen innerhalb weniger Minuten 

Aus dem Vorfall mit dem wahrscheinlich geklauten E-Scooter resultieren die ersten vier Strafanzeigen. Der Mann kann nämlich nicht nachweisen, dass das Gefährt ihm gehört. Auch einen Versicherungsnachweis gibt es den Angaben der Polizei zufolge nicht.

Dazu kommt eine weitere Anzeige wegen einer Urkundenfälschung, weil die Identifikationsnummer des E-Scooters abgekratzt war. Und schließlich beleidigt der Mann auch noch einen Beamten.

Mann zersticht Reifen und flüchtet

Damit ist der eigentliche Vorfall zwar abgeschlossen, doch die Geschichte geht noch weiter. Denn der 37-Jährige wird kurze Zeit später dabei beobachtet, wie er mehrere Reifen von zwei Streifenwagen zersticht. Dann rennt er weg. Als die Polizei ihn stellt, zückt er sogar noch ein Messer. Schließlich wird er festgenommen.

Freilassung nach weiterer Eskalation

Weil er wahrscheinlich zuvor noch Drogen genommen hatte, wird der Mann plötzlich aggressiv, beschädigt die Zellentür und wehrt sich so sehr gegen eine Durchsuchung, dass er selbst und ein Polizist leicht verletzt werden. Immerhin gibt er danach zu, Kokain genommen zu haben. Aus dem Widerstand, der Sachbeschädigung und dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz resultieren die nächsten drei Strafverfahren.

Kommissarin Sarah Schneider aus der Sondergruppe "BAO FOKUS" kämpft gegen Kinderpornografie

Am Ende des Tages hat der Mann aber seine Freiheit wieder. So etwas sei nicht unüblich, erklärt eine Polizeisprecherin am Montag. Vorbehaltlich richterlicher Zustimmung kann man wohl noch am gleichen Tag wieder nach Hause, wenn man einen festen Wohnsitz hat und keine Haftgründe vorliegen – auch wenn man gleich mehrmals gegen das Gesetz verstoßen hat.

RTL.de/dka

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker