HOME

Geheimnisvolle Todesanzeige: Ist es wirklich Mark Zuckerberg, der um "Oma Ella" trauert?

Die 105-jährige Eleonore Kastner galt als älteste Facebook-Nutzerin. Ende Januar verstarb die Dame - und kein Geringerer als Facebook-Gründer Mark Zuckerberg schaltete eine Traueranzeige. Angeblich.

Ob Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Todesanzeige für das älteste Facebook-Mitglied, Eleonore Kastner, selbst schaltete, bleibt offen

Ob Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Todesanzeige für das älteste Facebook-Mitglied, Eleonore Kastner, selbst schaltete, bleibt offen

Echte Anteilnahme, PR-Aktion oder doch nur ein "Namensmissbrauch"? Eleonore Kastner, alias "Oma Ella", soll mit ihren 105 Lebensjahren die älteste Facebook-Nutzerin gewesen sein. Als die Dame Ende Januar verstarb, soll ihr kein Geringerer als Facebook-Chef Mark Zuckerberg kondoliert haben. Und zwar in der "Amberger Zeitung".

"In liebevoller Erinnerung an das älteste Facebook-Mitglied", heißt es zu Beginn der Todesanzeige, die auch ein Bild Eleonore Kastners zeigt, auf dem diese ein Kissen mit aufgedrucktem Like-Daumen hält. Und weiter: "Die, die wir lieben, verschwinden nicht. Sie sind jeden Tag bei uns, ungesehen und ungehört, doch immer nah und noch immer geliebt und werden jeden Tag vermisst. Wenn Liebe Dich hier hätte halten können, Du wärst unsterblich gewesen. Deine Liebe wird immer in unseren Erinnerungen und unseren Herzen sein. Wir vermissen Dich sehr."

Unterzeichnet ist die Traueranzeige mit "Facebook Palo Alto 20.02.2015 M. Zuckerberg, Ales & Anette Rejha".

Keine Bestätigung, kein Dementi

Dass die Kondolenz tatsächlich von Zuckerberg stammt, scheint angesichts einiger Ungereimtheiten allerdings eher unwahrscheinlich. Zum einen befindet sich die Facebook-Firmenzentrale nicht wie in der Anzeige geschrieben in Palo Alto, sondern in Menlo Park. Zum anderen bezweifeln viele, dass der Facebook-Gründer - sollte er die Anzeige wirklich geschaltet haben - ein derart langweiliges Layout gewählt hätte.

Facebook selbst wollte die Angelegenheit weder bestätigen noch dementieren, gab aber zu, dass man von der Existenz der Trauer-Botschaft wisse. Und auch der Fakt, dass - wie von der "Amberger Zeitung" gegenüber "Bravo" bestätigt - jeder und in jedem Namen Anzeigen schalten könne, trägt nicht zur Glaubwürdigkeit echter Zuckerberg-Trauer bei.

Nichtsdestotrotz verbreitete sich die Nachricht im Netz rasend schnell. Auf Facebook kann man Eleonore Kastner weiterhin kondolieren - und auch dort erscheint in der Timeline erneut Zuckerbergs vermeintliche Traueranzeige.

Angesichts der vielen Beileidsbekundungen, die auf der Seite (knapp 2000 Likes) bereits gepostet wurden, ist es fast schon nebensächlich, ob der Multimilliardär wirklich um "Oma Ella" trauert - in Vergessenheit dürfte Frau Kastner auch ohne seine persönliche Anteilnahme so schnell nicht geraten.

mod