Einfach und effektiv
Mit diesen Tricks sparen Sie im Haushalt Strom

  • von Timea Sternkopf
In den meisten Fällen braucht es nicht viel, um Energie in den eigenen vier Wänden zu sparen.
In den meisten Fällen braucht es nicht viel, um Energie in den eigenen vier Wänden zu sparen.
© iStock / eggeeggjiew

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Waschmaschine, Glühlampen, Kühlschrank: Die größten Hilfen im Haushalt sind leider auch die größten Stromfresser. Unsere Galerie zeigt, wie Sie dennoch Strom und damit auch Geld sparen können.

In Ihrem Zuhause lauern überall potenzielle Stromfresser, ob in Küche, Bad, Wohnzimmer oder Kinderzimmer. Hätten Sie gedacht, dass Sie schon mit der richtigen Nutzung Ihres Wasserkochers zehn Euro pro Jahr einsparen können? Mit folgenden Tipps können Sie Stromfresser in Ihrem Haushalt genau unter die Lupe nehmen und so vielleicht auch an der ein oder anderen Stelle Strom und Geld sparen.

Strom sparen beim Kühlschrank

Tatort Kühlschrank: Er ist groß und jeden Tag 24 Stunden im Einsatz. Hier lohnt es sich, in neue Geräte zu investieren, denn alte Kühlschränke sind richtige Stromfresser. Folglich ist auch ein Gebrauchtkauf eines alten Geräts nicht zu empfehlen, da Sie am Ende über die Stromrechnung draufzahlen werden.

Schon nach wenigen Jahren lohnen sich die Mehrkosten für einen neuen Kühlschrank: Bei einem neuen Gerät mit einem jährlichen Verbrauch von circa 166 kWh im Vergleich zu einem 15 Jahre alten Gerät sparen sie jedes Jahr bis zu 116 Euro. Achtung bei Schnäppchen: Zwischen den Energieeffizienzklassen A+ und A+++ herrscht immer noch ein beachtlicher Unterschied.

Wenn sich in Ihrem Gefrierschrank eine Eisschicht bildet, wird es höchste Zeit zum Abtauen. Mit zunehmender Eisschicht erhöht sich der Stromverbrauch – egal, welche Energieeffizienzklasse Ihr Gerät besitzt.

Strom sparen beim Kochen

Der Deckel gehört auf den Topf! Denn das senkt den Energieverbrauch beachtlich. Nudelwasser etwa braucht ohne Deckel nicht nur länger, bis es kocht, sondern kostet auch mehr Geld. Wenn Sie einen Elektroherd haben, lohnt es sich bei geringen Mengen, Wasser im Wasserkocher zu erhitzen.

Auch beim Wasser kochen können Sie Geld sparen: Wenn Sie einfach nur eine Tasse Tee zubereiten möchten, brauchen Sie nicht gleich die ganze Kanne füllen. Geschätzt können Sie bis zu zehn Euro pro Jahr sparen, wenn Sie nur so viel Wasser erhitzen, wie Sie tatsächlich brauchen.

Verzichten Sie aufs Vorheizen – auch wenn es die Verpackung empfiehlt! Denn die Garzeiten für Pizza und Co. sind dann zwar länger, dafür heizt der Backofen nicht ins Leere.

Strom sparen beim Waschen

Vorwäsche ist unnötig: Auch ohne zusätzliche Behandlung wird Ihre Wäsche normalerweise sauber. Auf hohe Temperaturen können Sie verzichten, bei den heutigen Waschmitteln sind 60-Grad-Programme nicht mehr notwendig. Ihre Stromrechnung wird das enorm entlasten: Das Erhitzen des Wassers benötigt drei Viertel der Energie eines Waschgangs.

Lassen Sie sich nicht von der längeren Laufzeit abschrecken: Die Öko-Programme von Spül- und Waschmaschine sparen tatsächlich Energie. Denn das Wasser wird weniger erwärmt, durch das längere Einwirken von Wasch- oder Spülmittel wird weniger Wasser verbraucht.

Zugegeben: Trockner sind praktisch! Gerade größere Familien schätzen deren Benutzung, da die Geräte lästige Hausarbeit ersparen. Aber: Trockner sind enorme Stromfresser! Ein Wäscheständer erledigt die Arbeit genauso gut – und schont am Ende Ihren Geldbeutel.

Nutzen Sie Zeitschaltuhren, um festzulegen, wann Sie Warmwasser benötigen: Wenn Ihr Warmwasserspeicher läuft, während Sie den ganzen Tag außer Haus sind, ist das unnötige Energieverschwendung. Wichtig hinsichtlich des Stromverbrauchs ist auch die eingestellte Temperatur, 60 Grad Celsius reichen für Bad und Küche völlig aus.

Stromsparen bei der Beleuchtung

Auch wenn das Zusammenspiel von verschiedenen Lampen im Wohnzimmer schön aussieht: Machen Sie einfach mal das Licht aus und verzichten Sie auf dauerhafte Festbeleuchtung zu Hause. Und wenn Sie sich gerade nicht im Flur aufhalten, muss das Licht dort nicht brennen, oder?

In vielen Haushalten gibt es noch Restbestände von alten Glüh- und auch Halogenlampen. Sie sollten aber konsequent auf LED-Beleuchtung umsteigen: Laut "Stiftung Warentest" amortisiert sich der höhere Preis für eine LED- im Vergleich zu einer Halogen-Lampe bereits nach einem Jahr.

Strom sparen bei Elektronik im Haushalt

Brauchen Sie Ihren WLAN-Router wirklich rund um die Uhr? Wenn Sie ihn nachts vom Strom nehmen, sparen sie jährlich ebenfalls ein paar Euro. In den Einstellungen des Geräts können Sie festlegen, dass es sich nachts automatisch abstellt.

Falls Sie noch einen alten Desktop-PC an Ihrem heimischen Schreibtisch stehen haben, tauschen Sie ihn nach Möglichkeit durch einen Laptop aus. Mobile Geräte brauchen weniger Energie. Wenn Sie dann bei Ihren mobilen Geräten auch noch den Energiesparmodus aktivieren, werden Sie einiges an Strom sparen.

Auch Ladegeräte für Handys oder Laptops sind versteckte Stromfallen – falls sie dauerhaft in der Steckdose stecken. Denn selbst wenn gerade kein Endgerät an sie angeschlossen ist, ziehen sie Saft aus der Steckdose. Stecken Sie die Ladegeräte also immer ab, wenn sie nicht in Gebrauch sind.

Riesengroße Plasma-Fernseher sind echte Stromfresser. Besser sind kleinere Geräte mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Beim Kauf eines Fernsehers gilt: Je größer der Bildschirm, desto wichtiger die Energieeffizienzklasse, sonst steigt die Stromrechnung in die Höhe.

Fernseher, Lautsprecherboxen, Hi-Fi-Anlage, DVD-Spieler, Drucker: Sie stehen in vielen Haushalten im Standby-Modus. "Standby" bedeutet nichts anderes als Bereitschaft. Dieser vermeintliche Ruhemodus kostet Sie jährlich viel Strom. Wann immer möglich, schalten Sie Ihre Geräte, die Sie gerade nicht aktiv nutzen, komplett ab. Praktisch sind dabei Steckdosenleisten mit An- und Ausschalter.

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